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Hannelore Elsner ist tot - Trauer um eine "Ikone des deutschen Films"

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Sie war eines der bekanntesten deutschen Fernsehgesichter, galt als eine der großen Diven. Zu Ostern ist Hannelore Elsner gestorben. Die Anteilnahme ist groß.

Hannelore Elsner bei der Premiere von "Kirschblüten - Hanami"
Quelle: reuters

"Hannelore Elsner gehört zu den engagiertesten Frauen des deutschen Films, mit einer fast 60-jährigen Karriere im Kino, im Fernsehen und im Theater", sagte Heike Hempel, stellvertretende ZDF-Programmdirektorin. "Mit ihr geht eine Schauspielerin mit enormer Raffinesse, Sinnlichkeit und weiblicher Präsenz."

Das ZDF ändert am Dienstag sein Programm und zeigt um 21:45 Uhr den Film "Ferien vom Leben" aus dem Jahr 2017. Am Freitag (26. April, 0 Uhr) strahlt das ZDF den Film "Ein großer Aufbruch" (2015) aus. Darin spielt Elsner an der Seite von Matthias Habich.

Zuletzt mit Doris Dörrie gedreht

Die Münchner Regisseurin Doris Dörrie würdigte Elsner "als eine große Abenteurerin, die sich mit Neugier, Hingabe und Tapferkeit in jede Rolle und in ihr Leben gestürzt hat". Dörrie hatte zuletzt "Kirschblüten & Dämonen" mit Elsner gedreht. Der Film war erst im März in die Kinos gekommen.

"Hannelore Elsner hat die deutsche Kino- und Fernsehwelt geprägt wie keine andere", erklärte Martin Moszkowicz, Vorstandsvorsitzender der Filmgesellschaft Constantin in München.

Steinmeier kondoliert der Familie

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sprach dem Sohn der Schauspielerin sein Beileid aus. "Mit Hannelore Elsner verlieren wir eine wundervolle Schauspielerin und einen großartigen Menschen. In vielen Rollen im Fernsehen, im Kino und auf der Bühne hat sie uns Schwächen und Stärken der Menschen vor Augen geführt. Für mich unvergessen ist ihre Rolle als Schriftstellerin Hanna Flanders in Oskar Roehlers Film "Die Unberührbare". "Gerade den zerrissenen Charakteren und gebrochenen Seelen hat Hannelore Elsner Gestalt gegeben", schrieb Steinmeier.

Die Deutsche Filmakademie würdigte Hannelore Elsner als herausragende Charakterschauspielerin. "Ihre Intensität, ihr Humor und ihre sinnliche Intelligenz werden uns sehr fehlen", teilte der Schauspieler und Akademiepräsident Ulrich Matthes mit. Sie habe "sich mit enormer Hingabe in jeder Rolle ausgeliefert, schutzlos gemacht".

Politik würdigt Elsners "Hingabe" und "charismatische Persönlichkeit"

"Wir haben eine große Schauspielerin verloren, die mit ihrer Paraderolle als 'Kommissarin' Lea Sommer auch Hessen und vor allem Frankfurt in den Mittelpunkt gerückt hat", sagte Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU). "Es war mir eine große Freude, ihr im Oktober 2012 bei der festlichen Verleihung des Hessischen Film- und Kinopreises den Ehrenpreis des Ministerpräsidenten zu verleihen." Sie werde als charismatische Persönlichkeit und wandlungsfähige Darstellerin in Erinnerung bleiben, betonte Bouffier.

Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) würdigte Elsner als Schauspielerin mit Leib und Seele. "Sie formte ihre Rollen mit Leidenschaft und echter Hingabe und zog so ein großes Publikum über Jahrzehnte hinweg in Theater, Film und Fernsehen in ihren Bann. Sie brillierte in vielen anspruchsvollen Rollen und hat vor allem mit ihrer künstlerischen Vielseitigkeit Maßstäbe gesetzt."

Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) bezeichnete Elsner als "Ikone des deutschen Films". "Sie war eine großartige Künstlerin und Persönlichkeit", twitterte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU). "Bayern trauert um Hannelore Elsner."

ARD verliert "Ausnahmeschauspielerin"

Volker Herres, Programmdirektor Erstes Deutsches Fernsehen, würdigte Elsner ebenfalls: "Bis zuletzt stand sie für Das Erste vor der Kamera. Wir verlieren eine Ausnahme-Schauspielerin, die sich für ihre Rollen beispiellos einsetzte, eine mutige und sensible Charakterdarstellerin ersten Ranges." Das Erste ändert am Dienstag ebenfalls sein Programm und zeigt ab 23 Uhr den Film "Alles auf Zucker".

Eine ihrer letzten Arbeiten ist am 8. Juni erstmals im TV zu sehen: In der ARD-Komödie "Club der einsamen Herzen" spielen Elsner, Uschi Glas und Jutta Speidel drei Freundinnen, die sich aus den Augen verloren hatten. Das Trio will ein eigenes Tanzcafé eröffnen - ein Traum aus Jugendtagen. Das Erste kündigte den Film an, als einen "Fernsehfilm über drei Freundinnen, die es noch einmal wissen wollen."

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