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Heftige Unwetter - "Es herrscht Chaos hoch drei"

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Schwere Gewitter haben in der Nacht mehrere Gemeinden verwüstet. Schlamm- und Hagellawinen rollten durch Dörfer, manche Orte sind überflutet. In zwei Orten gilt Katastrophenalarm.

Am Wochenende hat es in mehreren Teilen Deutschlands heftige Unwetter gegeben. Bei Bochum wurden zwei junge Frauen vom Blitz getroffen.

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Im Süden von Rheinland-Pfalz waren "mehrere Ortschaften komplett überflutet", sagte ein Sprecher der Feuerwehr. In Fischbach und Herrstein stand das Wasser teilweise meterhoch. Wann dort der Katastrophenalarm wieder aufgehoben wird, ist noch unklar. In der Nacht zum Montag zählte die Feuerwehr 300 Einsatzstellen. Autos seien von den Wassermassen des über die Ufer getretenen Fischbachs mitgerissen worden. Hausbewohner konnten ihre Häuser aufgrund des immer weiter ansteigenden Wasserpegels nicht mehr verlassen. Verletzte gab es nach vorläufigen Angaben keine.

Schlamm- und Hagellawinen

Auch in anderen Teilen von Rheinland-Pfalz fluteten die Regenmassen am Sonntag Straßen und Keller - etwa in Kaiserslautern. Der Deutsche Wetterdienst hatte zuvor für einige Regionen vor schweren Gewittern gewarnt.

Besonders betroffen war nach Angaben von Feuerwehr und Polizei auch der Werra-Meißner-Kreis im Norden Hessens. Allein in der Gemeinde Waldkappel waren mehr als 100 Feuerwehrleute im Einsatz. "Es herrscht Chaos hoch drei", sagte ein Sprecher der Rettungsleitstelle. Die Feuerwehr berichtete von Schlamm- und Hagellawinen. In mehreren Häusern habe sich der Hagel durch Türen und Fenstern gedrückt. "Die Keller standen voll damit", sagte der Stadtbrandinspektor von Waldkappel, Carsten Degenhardt. Mit schwerem Geräte waren Einsatzkräfte bis in die Nacht hinein damit beschäftigt, Schlamm und Geröll von den Straßen zu räumen.

Im Ortsteil Waldkappel-Hetzerode wurde ein Auto von einer Schlammlawine eingeschlossen. Die beiden Frauen in dem Wagen hätten sich retten können, berichtete Degenhardt. Der Schlamm habe bis zu den Scheiben gestanden. Zudem sei eine Bank gegen die Windschutzscheibe gedrückt worden, die dabei kaputt ging. In dem Ort liefen viele Keller mit Wasser voll, Straßen wurden überspült. Verletzt wurde niemand.

Deutschland vor tropischer Woche

Bei Bochum in Nordrhein Westfalen wurden zwei Frauen von einem Blitz getroffen und schwer verletzt. Nach Angaben der Feuerwehr musste eine der Frauen am Sonntagabend wiederbelebt werden. Sie schwebte in Lebensgefahr. Die beiden Frauen, deren Alter die Einsatzkräfte mit Anfang 20 angaben, waren in Wattenscheid auf einem Fuß- und Radweg unterwegs, als der Blitz einschlug. Sie wurden in Krankenhäuser gebracht. Bei dem Gewitter habe es vor allem im Süden Bochums Starkregen und Hagel gegeben, teilte die Feuerwehr mit. Straßen wurden überflutet.

An Deutschlands größtem Flughafen in Frankfurt am Main fielen am Abend etliche Flüge aus. 66 Starts und Landungen seien annulliert worden, sagte ein Sprecher des Betreibers Fraport. Es müsse mit Verspätungen gerechnet werden. Ob dies ausschließlich auf die gewittrige Wetterlage zurückzuführen war, konnte der Sprecher zunächst nicht sagen.
Deutschland steht eine fast tropische Wetter-Woche bevor. Es wird feucht und heiß bei Temperaturen bis zu 33 Grad. "Das ist für Ende Mai schon eindrucksvoll", sagte Meteorologe Thomas Ruppert. In Kombination mit der feuchten Luft bekomme das Wetter "einen leicht tropischen Anstrich". Am heißesten wird es in Norddeutschland.

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