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SPD-Umweltministerin - Auch Hendricks nicht in neuer Bundesregierung

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Nach Außenminister Sigmar Gabriel wird auch die bisherige Umweltministerin Barbara Hendricks der neuen Bundesregierung nicht mehr angehören.

Barbara Hendricks
Barbara Hendricks
Quelle: dpa

Barbara Hendricks hatte sich in den vergangenen Jahren Ansehen als profilierte Vorkämpferin für Umwelt und Klimaschutz erworben. Zudem kommt sie aus dem wichtigen NRW-Landesverband. Deswegen hatte die Möglichkeit bestanden, dass sie einer neuen Bundesregierung angehört. Dies wird nach ZDF-Informationen nun aber nicht der Fall sein.

"Gehe mit gutem Gefühl"

Hendricks hatte zuvor in der "Rheinischen Post" gesagt, sie werde aus der Bundesregierung ausscheiden. Sie sei "dankbar", dass sie die letzten vier Jahre als Bundesumwelt- und Bauministerin dem Land, seinen Menschen und ihrer Partei habe dienen dürfen, sagte sie in dem Interview. Sie gehe mit einem guten Gefühl aus dem Amt, "weil ich glaube, dass ich dazu beitragen konnte, Positives für unser Land und für die Umwelt bewegt zu haben".

Die Ministerin hatte sich wiederholt auch mit ihrer eigenen Partei angelegt, wenn diese das Erreichen der deutschen Klimaziele nicht mit hinreichendem Nachdruck verfolgte. Zuletzt stellte sie sich auch mit der Forderung nach einer blauen Plakette für Diesel-Fahrzeuge, um den Ausstoß gesundheitsschädlicher Stickoxide zu begrenzen, gegen die bislang offizielle Linie der Bundesregierung.

Nachfolger für Hendricks noch unklar

Die SPD-Fraktions- und designierte Parteichefin Andrea Nahles sowie der kommissarische SPD-Chef Olaf Scholz wollen die Personalvorschläge für die künftigen SPD-Bundesminister am Freitag bekanntgeben. Da auch in der neuen Großen Koalition einer der sechs SPD-Ministerposten mit einem Politiker aus NRW besetzt werden soll, wird dafür die frühere nordrhein-westfälische Forschungsministerin Svenja Schulze (49) gehandelt - unklar war zuletzt, ob ebenfalls als Umwelt- oder als Familienministerin. Eigentlich wollte Niedersachsen das Umweltressort besetzen, dafür ist der Umweltpolitiker und Bundestagsfraktionsvize Matthias Miersch als Favorit im Gespräch.

Eines der wichtigsten Projekte für den neuen Ressortchef wird es sein, die Suche nach einem Endlager für Atommüll zu organisieren. Deshalb hat die SPD in Niedersachsen ein besonderes Interesse an dem Posten. Kein Bundesland ist bisher mehr von atomaren Altlasten betroffen als Niedersachsen, wo in Gorleben ein großes Castor-Zwischenlager steht.

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