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Herabgestuft zu tropischem Tief - "Irma" nur noch Tropentief - mindestens 40 Tote

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Sturm "Irma" wird schwächer und bahnt sich seinen Weg weiter über die USA. Mehr als 40 Menschen kamen bisher ums Leben. In Florida haben die ersten Aufräumarbeiten begonnen. Das Ausmaß der Schäden wird dort nach und nach sichtbar.

Sturm Irma verliert nach und nach an Kraft und bahnt sich seinen Weg weiter über die USA. In Florida haben die Aufräumarbeiten begonnen. Das Ausmaß der Schäden wird dort nach und nach sichtbar. Mehr als 40 Menschen kamen bisher ums Leben.

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Der ehemalige Hurrikan "Irma" hat sich nach Angaben des US-Hurrikan-Zentrums zu einem tropischen Tief abgeschwächt. Der Sturm befand sich am Montagabend rund zehn Kilometer westlich von Columbus im US-Staat Georgia und brachte immer noch schwere Regenfälle mit sich. In der Karibik und Florida hinterließ "Irma" massive Schäden und Chaos, mindestens 40 Menschen kamen bei dem Sturm ums Leben. Fast zwei Drittel der Haushalte Floridas waren ohne Strom, mehr als 180.000 Menschen befanden sich in Notunterkünften. Der Sturm erreichte laut Hurrikan-Zentrum noch Windgeschwindigkeiten von bis zu 55 Kilometern pro Stunde.

Fast 12,5 Millionen Menschen ohne Strom

"Irma" verließ am Montag Florida und zog weiter über den US-Staat Georgia, wo mindestens drei Menschen ums Leben kamen. Das Notfall-Management Floridas schätzte, dass fast 12,5 Millionen Menschen in dem Staat ohne Elektrizität waren. Rund ein Drittel der Ausfälle habe sich demnach im Süden Floridas ereignet, wo auch die Distrikte Miami-Dade, Palm Beach und Broward liegen.

Die US-Behörden entsandten einen Flugzeugträger und weitere Schiffe für Rettungs- und Suchaktionen nach Florida. Nach einem ersten Rundflug über die Inselkette Florida Keys sagte Gouverneur Rick Scott, er hoffe, jeder habe überlebt. Auf der Inselkette wurde durch "Irma" eine Sturmflut mit Rekord-Wasserständen von drei Metern verzeichnet. Im Wasser schwammen Haushaltsgeräte und Möbelstücke. Gouverneur Scott berichtete von Booten, die an Land gespült worden seien, er habe nicht eine Wohnwagensiedlung gesehen, wo nicht alles umgekippt gewesen sei, so Scott.

In Kuba starten die Aufräumarbeiten

Nach dem Durchzug von "Irma" haben in Kuba die Aufräumarbeiten begonnen. In der Hauptstadt Havanna schafften Bautrupps umgestürzte Bäume und Trümmer beiseite. "Die Revolution wird niemanden schutzlos allein lassen. Keine kubanische Familie wird ihrem Schicksal überlassen", schrieb Präsident Raúl Castro in der Parteizeitung "Granma". "Jetzt ist keine Zeit zum Jammern. Wir werden wieder aufbauen, was die Winde von Hurrikan "Irma" zerstören wollten."

Allerdings gab es in vielen Stadtteilen noch immer keinen Strom und kein Wasser und Gas. "Was sollen wir ohne Trinkwasser machen? Sie sollen und Tanklastzüge mit Wasser bringen", riefen einige Frauen nahe dem exklusiven Hotel Meliá Cohiba.

"Irma" hatte Havanna hart getroffen. Hohe Wellen überspülten die Uferpromenade Malecón. Das Wasser drang mehr als 500 Meter ins Stadtzentrum vor. "Soweit kam das Wasser bisher noch nie", sagte die Chefin des Zivilschutzes in der Hauptstadt, Mercedes López.

Mindestens zehn Tote auf Kuba

Mit Eimern, Besen und Lappen kämpften die Menschen gegen das Wasser in ihren Häusern. "Bis hier stieg das Wasser", sagte Caridad und hob die Hand über ihren Kopf. Sie wohnt nur drei Straßenblocks oberhalb des Malecón und musste sich in den zweiten Stock flüchten, um nicht von den Wassermassen mitgerissen zu werden.

Mindestens zehn Menschen kamen auf Kuba im Wirbelsturm "Irma" ums Leben. Sieben Menschen seien in der Provinz Havanna getötet worden, wie der Zivilschutz am Montag mitteilte. Drei weitere Menschen kamen demnach in den Provinzen Matanzas, Ciego de Ávila und Camagüey ums Leben.

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