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Sturmtief zieht über Deutschland - "Xavier" ist im Anmarsch

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Der Oktober 2017 zeigt sich launisch. Mit Sturmtief "Xavier" steht uns heute sogar eine ausgewachsene Sturmlage ins Haus. Besonders betroffen sind der Norden und der Osten des Landes.

Zwei Tote in Hamburg. Das ist die Bilanz des ersten großen Herbststurmes des Jahres. Auch heute müssen Pendler in Norddeutschland mit den Folgen von „Sebastian“ kämpfen, denn vier Bahnstrecken bleiben gesperrt.

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Autos lieber in der Garage statt unter einem Baum parken. Sich selbst von Bäumen und Gerüsten fernhalten. Das sind heute nicht die schlechtesten Ideen. Denn der Deutsche Wetterdienst warnt vor orkanartigen Böen, die Geschwindigkeiten bis zu 115 km/h erreichen können. Und das ist heute nicht nur an einzelnen Orten der Fall, sondern ganz verbreitet in Nord- und Ostdeutschland. Zudem ist es durchaus möglich, dass einzelne Windböen noch stärker ausfallen und mit voller Orkanstärke über das Land fegen.

Tief Xavier ist der Übeltäter

Zu verdanken haben wir diese potenziell schadensträchtige Sturmlage Tief "Xavier". Erst heute Morgen hat sich das kleine Tief über den Britischen Inseln gebildet und wird heute Abend auch schon wieder nach Polen abziehen. Einen Schnellläufer – so nennen Meteorologen solche flott ziehenden Tiefs. Unter anderem seine jetzt aktuelle rasche Entwicklung macht "Xavier" unberechenbar.

Sicher scheint jedoch, dass das Hauptwindfeld heute Mittag von der Nordsee auf Niedersachsen, das nördliche Nordrhein-Westfalen, Hamburg und Bremen übergreift. Im Laufe des Nachmittages wird der Wind dann auch Brandenburg, Berlin, Sachsen-Anhalt, Thüringen und zum Schluss in Sachsen deutlich stürmischer. Die Internationale Gartenausstellung in Berlin bleibt heute aufgrund der Unwetterwarnungen vorerst geschlossen. Besonders belaubte Bäume stellen eine Gefahr dar, denn die Äste sind schwerer, bieten dem Wind eine große Angriffsfläche und brechen so leichter.

Auch viel Regen dabei

Und als würde das nicht schon reichen, hat "Xavier" noch eine Menge Regen im Gepäck. Vor allem in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern sind von gestern bis heute Abend bis zu 50 Liter pro Quadratmeter drin. Auch sonst ist es heute im Norden ordentlich nass.

In den südlichen Bundesländern dagegen zeigt sich zunächst noch ein ganz anderes Bild. Zwar weht auch hier ein frischer Wind, ab und an vor allem im Bergland sogar mit schweren Sturmböen, bei viel Sonne und bis 24 Grad ist es jedoch richtig freundlich. Heute Abend drückt Tief Xavier jedoch seine Kaltfront an die Alpen. Dann gibt es auch hier intensiven Regen. Weil außerdem hinter der Kaltfront deutlich kühlere Luft einfließt, muss im Süden morgen mit einem Temperatursturz von mehr als 10 Grad gerechnet werden. In den Alpen fällt dann sogar Schnee. Der Herbst macht also seinem Ruf bisher alle Ehre. Heute sorgt Sturmtief "Xavier" dafür.

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