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Der Präsident und "Dorian" - Trump - der Herr der Winde?

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Bedrohte Hurrikan "Dorian" auch den Bundesstaat Alabama, wie der US-Präsident behauptet? Darüber streitet Washington, auch weil Trump immer wieder nachlegt, sogar mit einer Karte.

Donald Trump, Präsident der USA, hält ein Plakat, das den Verlauf des Hurrikans "Dorian" veranschaulichen soll, aufgenommen am 04.09.2019
US-Präsident Trump präsentiert eine Karte, auf der offenbar mit einem schwarzen Stift der erwartete Hurrikan-Verlauf auf Alabama erweitert wurde.
Quelle: dpa

Es begann alles, wie so oft bei Trump, auf Twitter. Am Sonntag hatte er dort geschrieben – im Widerspruch zu den offiziellen Vorhersagen des Nationalen Hurrikan-Zentrums –, dass auch Alabama sehr hart von dem Wirbelsturm getroffen werden könnte. Nach raschem Gegenwind auf Twitter legte Trump später nach und sagte bei einem Hurrikan-Briefing an die Bürger Alabamas gerichtet: "Bitte seid auch vorsichtig." Der amtliche Wetterdienst in Alabama indes stellte ebenfalls am Sonntag auf Twitter klar: "Alabama wird keine Auswirkungen von "Dorian" spüren."

Karte offenbar ausgebessert

Nachdem sich einige US-Medien an der Alabama-Verwirrung erfreut hatten, legte Trump am Montag nach und bezeichnete die Berichte über seine angebliche Falschaussage als künstlich aufgeregt und unwahr. Der Präsident wollte den Spott offenbar so nicht auf sich sitzen lassen: Bei einem Hurrikan-Briefing in seinem Büro im Weißen Haus, dem Oval Office, präsentierte er am Mittwoch eine offizielle Karte des Hurrikan-Verlaufs – und irgendjemand hatte offenbar mit einem schwarzen Filzstift das Gebiet der möglichen Sturm-Ausbreitung vergrößert, damit auch noch Alabama berührt wurde.

Einige US-Medien berichteten unter Berufung auf anonyme Quellen schnell, Trump habe die Karte selbst ausgebessert. Dafür gab es aber keine glaubwürdige Bestätigung.

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Bei einem weiteren Auftritt im Weißen Haus wurde Trump dann am Mittwoch von Journalisten gefragt, wie es zu der veränderten Karte gekommen sei. "Ich weiß nicht. Ich weiß nicht. Ich weiß nicht", sagte er. Gleichzeitig verteidigte er seine Aussage: Eine frühe Hurrikan-Prognose hätte mit 95-prozentiger Wahrscheinlichkeit gezeigt, dass Alabama auch betroffen sein würde. So sei es dann aber nicht gekommen, räumte Trump ein. "Alabama hätte schwer getroffen werden sollen", behauptete er. Die offiziellen Grafiken des Nationalen Hurrikan-Zentrums hatten jedoch zu keinem Zeitpunkt bedeutende Auswirkungen des Sturms auf Alabama, sondern eindeutig entlang der südöstlichen US-Küste.

Trump verteidigt sich

Zum Beweis seiner eigenen Position veröffentlichte Trump am Mittwochabend (Ortszeit) dann noch eine – bereits eine Woche alte – Karte eines örtlichen Wetteramtes, auf der verschiedene Modelle auch eine geringe Wahrscheinlichkeit eines Eintreffens des Sturms in Alabama auswiesen. Unten auf der von Trump verbreiteten Karte stand indes klar, dass im Zweifel die Prognosen des Hurrikan-Zentrums (NHC) verbindlich seien. "Sollte irgendetwas auf dieser Grafik Verwirrung stiften, ignorieren Sie das gesamte Produkt", hieß es dort weiter.

"Ich nehme die Entschuldigungen der "Fake News" an", schrieb Trump auf Twitter im Hinblick auf kritische Medienberichte. Hurrikan "Dorian" bewegte sich am Mittwochabend vor dem US-Bundesstaat Georgia weiter an der US-Küste entlang und sollte am Donnerstag South Carolina erreichen, wo der Hurrikan erstmals in den USA an Land treffen könnte. "Dorian" war zuvor auf die nördlichen Bahamas getroffen und hinterließ dort eine Schneise der Verwüstung.

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