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Hintergrund - F-Droid richtig nutzten - und andere Fragen

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F-Droid soll verhindern, dass installierte Apps Daten vom Smartphone ungehindert an Dritte weitergibt. Wie funktioniert das genau und wie nutzt man es am besten?

Smartphone-Bildschirm mit den Apps Google, Amazon und Facebook am 05.09.2018 in Berlin, Deutschland.
Symbolbild für Digitalsteuer
Quelle: dpa

Was ist F-Droid genau?

Der alternative App-Marktplatz F-Droid wurde 2010 vom britischen Computerspiel-Programmierer Ciaran Gultnieks gegründet. F-Droid listet nur Apps mit einem Open-Source-Modell auf, die Apps müssen sich zudem kostenlos installieren lassen. Nach der Einreichung einer App prüft ein Team aus Ehrenamtlichen den Quellcode auf mögliche Sicherheits- und Datenschutzprobleme. Enthält eine App "unerwünschte Elemente", zeigt F-Droid das auf der Profilseite der App an. Zu solchen sogenannten "Antifeatures" zählt beispielsweise das Vorhandensein von Werbung oder die Weitergabe von Daten an Dritte.

F-Droid ist nur für Android-Betriebssysteme verfügbar. Während der Play Store von Google etwa 2,6 Millionen Apps auflistet, sind es bei F-Droid nur etwa 1.700. User können entweder gezielt nach Apps suchen oder durch 17 Kategorien wie "Grafik", "Navigation" oder "Spiele" stöbern. Einen guten Überblick liefert die Webseite Fossdroid.com.

Wie kann man F-Droid nutzen?

Auf dem Android-Smartphone ist der Play Store von Google vorinstalliert, F-Droid jedoch nicht. Deswegen muss F-Droid zuerst manuell installiert werden. Die App gibt es nicht im Play Store, sondern nur auf der Projektseite F-Droid.org: dort auf "F-Droid herunterladen" klicken. Das Smartphone lädt nun eine App-Programmdatei mit dem Namen "FDroid.apk" herunter. Dem muss man in einem sich öffnenden Dialogfenster zustimmen. Das Gerät warnt möglicherweise vor Apps aus unbekannten Quellen: dazu auf "Einstellungen" gehen und die Zustimmung erteilen, dass der gerade verwendete Browser dieser Quelle vertrauen kann. Nun lässt sich F-Droid installieren. Zu kompliziert? Auf Mobilsicher.de findet sich eine Anleitung mit Screenshots zur Einrichtung von F-Droid.

Wichtig: Aus Sicherheitsgründen sollte man der Browser-App im Anschluss wieder untersagen, Dateien aus unbekannten Quellen zu installieren: dazu einfach in die Einstellungen des Smartphones gehen und auf "Apps" tippen, den entsprechenden Browser auswählen und dann in der Zeile "Unbekannte Apps installieren" den Schieberegler von rechts nach links ziehen.

Was ist Open Source?

Üblicherweise ist der Aufbau eines Programms Betriebsgeheimnis. Open Source (auf deutsch: quelloffen) stellt ein Gegenmodell zu dieser Logik dar. Der Quelltext einer Software wird veröffentlicht, so dass Dritte ihn einsehen können. Sie können die Software nutzen, verändern und selbständig verbreiten. Das Modell erhöht die Sicherheit von Software. Externe Experten können bei Open-Source-Programmen untersuchen, ob die jeweilige Software bewusst eingebaute oder durch Fehler hervorgerufene Sicherheitslücken aufweist. Bisher, so Torsten Grote von F-Droid, habe es noch keinen Fall von Schadsoftware in der F-Droid-Datenbank gegeben.

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