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Hitzewelle in Australien - Tausende Fische im dürregeplagten Australien verendet

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Hitze und Dürre: Australien leidet weiter unter hohen Temperaturen. Im Osten des Landes sind erneut tausende Fische verendet. Es ist das dritte Fischsterben binnen zwei Monaten.

Hitzewelle Australien: Hunderttausende von Fischen starben im dritten Massensterben an einem Abschnitt eines großen australischen Flusses nahe Menindee am 28.1.2019
Hunderttausende tote Fische sind im Darling River nahe Menindee entdeckt worden.
Quelle: ap

Im von einer Hitzewelle geplagten Australien sind erneut Hunderttausende Fische verendet. Sie seien im Darling River bei Menindee im Südosten des Landes entdeckt worden, teilten die Behörden am Montag mit. Grund sei vermutlich die in der Sommerhitze gestiegene Wassertemperatur, die Blaualgen gedeihen lässt. Diese entziehen dem Wasser Sauerstoff, der dann den Fischen fehlt. Normalerweise sterben die Algen ab, wenn es nachts kälter wird.In der Gegend hatte es bereits um Weihnachten und Anfang Januar ein Massensterben von Fischen gegeben.

Streit um Gründe für Fischsterben

Die Premierministerin des australischen Staates New South Wales, Gladys Berejiklian, machte die Trockenheit für die schlechte Wasserqualität verantwortlich. Das Wasserministerium erklärte, es habe in der Region bereits zwei Wasserbelüfter installiert. Insgesamt seien 16 solche Geräte im Einsatz. Wirklich helfen könne aber nur frisches Wasser. Die Region gehört zum Murray-Darling-Becken, dem wichtigsten Flusssystem Australiens, wo ein Drittel der Nahrungsmittel des Landes angebaut wird.

Die regionale Touristenvereinigung warf der Regierung vor, sie habe den Bauern in den vergangenen vier Jahren erlaubt, zu viel Wasser für die Bewässerung aus den Flüssen zu pumpen. "Jetzt haben wir keine Reserven mehr, um das System zu spülen", sagte Präsident Rob Gregory. Das Fischsterben sei das Resultat.

Stromausfälle und Verkehrschaos

Hitzewelle Australien: Strandbesucher sitzt in der Sonne am Glenelg Beach in Adelaide am 24.1.2019
Extreme Hitze: Australier suchen im Meer oder in Einkaufszentren Abkühlung.
Quelle: ap

Australien leidet seit Wochen unter der Hitze. Temperaturen von mehr als 45 Grad Celsius haben Ende der vergangenen Woche im Südosten die Stromversorgung teilweise lahm gelegt. Wegen des hohen Verbrauchs hätten am Freitagmittag (Ortszeit) zeitweise mehr als 200.000 Haushalte sowie Unternehmen im Bundesstaat Victoria vom Netz genommen werden müssen, berichtete die australische Nachrichtenagentur AAP. Auch seien mehrere Generatoren unter dem Eindruck der Hitze schlichtweg ausgefallen, teilte der Energiemarktbetreiber Australian Energy Market mit.

Der Stromausfall verursachte auch ein Verkehrschaos auf den Straßen von Melbourne, der Hauptstadt von Victoria. Mehr als 100 Ampeln fielen dort aus. In der Metropole stieg die Temperatur auf 42,3 Grad Celsius, in vielen Teilen Victorias wurden aber mehr als 45 Grad Celsius gemessen. Noch heißer war es mit 46,6 Grad Celsius im westlich von Melbourne gelegenen Adelaide, der Hauptstadt des Bundesstaates South Australia. Die Stadt Port Augusta rund 300 Kilometer nördlich von Adelaide litt unter 49,5 Grad Celsius - und stellte dabei den Weltrekord für die höchste, jemals in einem Küstenort gemessene Temperatur auf.

Hitzewelle Australien: Fußgänger schützen sich mit Schirmen vor der Sonne am 17.1.2019
Im Süden herrschten in der vergangenen Woche Temperaturen von über 49 Grad Celsius.
Quelle: dpa

"Black Saturday" vor zehn Jahren

Den heißesten Tag seit Beginn der Messungen erlebte Melbourne am 7. Februar 2009 mit 46,4 Grad. Dieser "Black Saturday" brannte sich ins kollektive Gedächtnis ein. Durch Waldbrände kamen 173 Menschen ums Leben, mehr als 2.000 Häuser in Victoria wurden ein Raub der Flammen. Der "Black Saturday" war der heißeste je gemessene Tag in einer Großstadt in Down Under - bis die Temperaturen am Donnerstag in Adelaide 46,6 Grad erreichten.

Hitzewelle Australien: Eine Frau erfrischt sich in kompletter Kleidung in einem Brunnen im Melbourne Park am 24.1.2019
Hitzewelle Australien: Eine Frau erfrischt sich in kompletter Kleidung in einem Brunnen im Melbourne Park am 24.1.2019
Quelle: dpa
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