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Dauerregen - Hochwasser im Südwesten

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Schwäne schwimmen auf Uferstraßen, Wasser dringt in Keller ein. Und das Hochwasser im Südwesten könnte noch schlimmer werden. Der Regen lässt Rhein und Co. weiter steigen.

Spaziergänger stehen am 04.01.2018 an der Mündung der Mosel in den Rhein am Deutschen Eck in Koblenz
Hochwasser am Deutschen Eck Quelle: dpa

Die Schifffahrt auf der Mosel wurde eingestellt, auf Teilen des Neckars ebenfalls. Auf dem Rhein droht Schiffsführern und Kapitänen in den kommenden Tagen das gleiche Schicksal. Bilder aus Rheinland-Pfalz und Bayern - insbesondere Oberfranken - sehen dramatisch aus. Überschwemmungen von Grundstücken und Kellern wurden aus vielen Regionen gemeldet. Orkantief "Burglind" brachte heftigen Regen, der zum Teil am Donnerstag noch andauerte. Laut Wettervorhersage verbessert sich die Situation in den nächsten Tagen nicht.

Dauerregen am Oberrhein

Der Dauerregen am Oberrhein und in den Vogesen wird Rhein und Mosel weiter ansteigen lassen. Und auch viele kleinere Flüsse könnten in den nächsten Tagen über die Ufer treten. In Leutesdorf bei Neuwied am Mittelrhein konnten Spaziergänger am Donnerstag Schwäne beobachten, wie sie vor malerischen Fachwerkhäusern auf einer Uferstraße schwammen. Auch die Lahn ist an vielen Stellen über die Ufer getreten.

In Baden-Württemberg sperrten die Behörden wegen Hochwassers den Neckar zwischen Mannheim und Heilbronn für die Schifffahrt. In Köln, wo das Flussbett besonders eng ist, blieb die Lage für die Schifffahrt und für Anwohner am Donnerstag angespannt: Der Rheinpegel stand am Mittag bei etwa 7 Metern. Auch am Niederrhein rechnen Experten mit Hochwasser und weiter ansteigenden Wasserständen. Bei einem Pegelstand über 8,30 Metern in Köln müsste der Schiffsverkehr komplett gestoppt werden. Bis Anfang nächster Woche rechnen die Kölner Behörden mit kritischen Marken von 8,50 bis 9 Metern.

Moseluferstraße in Koblenz gesperrt

An der Mosel ist vor allem der mittlere Abschnitt vom Hochwasser betroffen. Ufernahe Parkplätze zum Beispiel in Bernkastel-Kues waren laut Polizei am Donnerstag bereits gesperrt. Der Pegelstand in Trier war mit gut sieben Metern vier Meter über normal. Es werden steigende Pegelstände an Mosel, Saar und Sauer erwartet, in Saarbrücken könnte die Stadtautobahn gesperrt werden.

Am Rhein wird beim Pegel Maxau in Karlsruhe voraussichtlich Freitagmittag die Hochwassermarke II überschritten, ab der Schiffe nicht weiterfahren dürfen, wie das Hochwassermeldezentrum in Mainz mitteilte. Am Zusammenfluss von Mosel und Rhein am Deutschen Eck in Koblenz wurden bereits eine Uferstraße und Parkplätze gesperrt.

Am Wochenende Hochwasser an der Donau erwartet

Auch in Oberfranken in Bayern haben Dauerregen und Schneefälle in Verbindung mit der kurz danach einsetzenden Schneeschmelze die Flüsse anschwellen lassen, wie es von der Landesanstalt für Umwelt hieß. Laut Deutschem Wetterdienst ist bis Samstag auch im Allgäu wegen erwarteten Starkregens in Verbindung mit Schmelzwasser mit gewaltigen Wassermassen zu rechnen.

Guido Wolz vom Deutschen Wetterdienst (DWD) geht für die Region zwischen Donnerstag und Freitagabend mit einer Abflussmenge von 70 bis 100 Litern pro Quadratmeter aus. "Das ist natürlich sehr viel." Bei der "Abflussmenge" wird zum aktuellen Niederschlag noch das von den Bergen kommende Schmelzwasser hinzugerechnet.

Auf der Donau rechnet der Warndienst erst zum Wochenende mit Hochwasser. In Regensburg haben deshalb Mitarbeiter des Bauhofs damit begonnen, mobile Hochwasserschutzwände zu errichten, um eine Überflutung der historischen Altstadt zu verhindern.

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