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Staubsturm legt sich - Neue Hoffnung für Mars-Rover "Opportunity"

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Während sich der Staubsturm über dem Mars langsam legt, hofft die NASA weiter auf ein Lebenszeichen von "Opportunity". Der Rover ist im Juni verstummt.

Himmel über Mars klart auf: Hoffnung für Rover "Opportunity"
Himmel über Mars klart auf: Hoffnung für Rover "Opportunity"
Quelle: reuters

"Die Sonne bricht durch den Nebel über dem Perseverance-Tal und bald sollte es ausreichend Sonnenlicht für 'Opportunity'" geben, um seine Batterien zu laden", sagte NASA-Manager John Callas. Sein Team werde dem Rover demnächst über die Antennen des Deep Space Network Kommandosignale schicken. "Angenommen wir hören von 'Opportunity', dann werden wir mit dem Prozess beginnen, seinen Status herauszubekommen und ihn wieder online zu bringen." Sein Team sei optimistisch - aber auch auf schlechte Neuigkeiten vorbereitet.

"Passiv weiter zuhören"

"Wenn wir nach 45 Tagen nichts zurückhören, wird das Team gezwungenermaßen davon ausgehen, dass der Staub, der die Sonne blockiert hat, und die Kälte des Mars zu einem Problem geführt haben, von dem der Rover sich wahrscheinlich nicht erholen wird", sagte Callas. "Dann werden wir 'Opportunity' nicht mehr aktiv kontaktieren. Aber in dem unwahrscheinlichen Fall, dass sich viel Staub auf den Solarpanels angesammelt hat, werden wir passiv noch für einige weitere Monate zuhören."

Am 10. Juni hatte "Opportunity" seine bislang letzte Nachricht geschickt. Der Rover war im Juli 2003 an Bord einer Trägerrakete vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral gestartet und rund ein halbes Jahr später, am 25. Januar 2004, auf dem Mars gelandet. Seitdem rollt der rund 185 Kilo schwere, sechsrädrige Rover über den Mars - nicht ohne Zipperlein, aber mit bemerkenswertem Durchhaltevermögen. Schließlich war die Mission eigentlich nur auf 90 Tage angelegt.

Auch "Spirit" ist verschollen

2007 hatte "Opportunity" (auf Deutsch: Möglichkeit) einen noch viel größeren Sturm überstanden. Die damit einhergehende Kälte führte nach Einschätzung der NASA-Wissenschaftler wohl letztlich zum Verlust der baugleichen und zu ähnlicher Zeit gestarteten Zwillingsschwester "Spirit" einige Jahre später. Für die anderen Mars-Missionen wie die Sonden, die um den Planeten kreisen, den nuklear betriebenen Rover "Curiosity" oder den derzeit zum Mars fliegenden Lander "InSight" stellte der Staubsturm in diesem Jahr keine Gefahr da.

Aber "Opportunity" braucht Sonnenenergie, um seine Batterien aufzuladen - und der Sturm ließ so gut wie keine Sonne mehr durch. Deswegen versetzte sich der Rover in den Ruhemodus, aus dem er nun nach Abklingen des Sturms eigentlich so langsam wieder aufwachen sollte. Die Forscher messen ständig, wie viel Sonnenlicht inzwischen auf die Oberfläche gelangt. Mit verschiedenen Radiofrequenznetzwerken und Antennen lauschen sie, ob der Rover sich meldet, und funken ihn auch immer wieder an. Bislang aber: keine Antwort.

Langsamer Aufwach- und Heilungsprozess

Trotzdem bleiben die Forscher optimistisch. Der Status der Batterien vor dem Sturm sei gut gewesen, heißt es. Aber selbst, wenn "Opportunity" sich bald meldet, könne es lange dauern, bis sich der Rover dann zum nächsten Mal melde. Es werde wohl ein sehr langsamer Aufwach- und Heilungsprozess, wie bei einem Koma-Patienten, sagt die NASA. Und: Selbst wenn der "Rover" aufwacht, weiß niemand, ob er noch genauso funktioniert wie vorher.

Fans auf der ganzen Welt schicken "Opportunity" so lange mit virtuellen Postkarten Genesungswünsche. "Ich schreibe dir, weil ich dich so vermisse", schreibt einer und auf einer anderen Postkarte heißt es: "Wir lieben dich und wir wissen, dass du das durchstehen wirst. Du schaffst es!"

Das erste Bild vom Mars

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Quelle: dpa

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