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Hongkong-Aktivist Wong empfangen - Peking droht Berlin mit Folgen

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Das Treffen des Hongkonger Aktivisten Wong mit Außenminister Maas hat die Regierung in Peking tief verärgert. Das wird Folgen haben, macht Chinas Botschafter klar.

Aktivist Joshua Wong vor der Bundespressekonferenz in Berlin.
Aktivist Joshua Wong vor der Bundespressekonferenz in Berlin.
Quelle: Wolfgang Kumm/dpa

Chinas Regierung ist über den Empfang des Hongkonger Aktivisten Joshua Wong in Berlin verärgert und droht mit Konsequenzen. Der deutsche Botschafter in Peking wurde formal einbestellt. "Wir haben unsere tiefe Unzufriedenheit zum Ausdruck gebracht", sagte der chinesische Botschafter in Deutschland, Wu Ken, in Berlin.

Der "Zwischenfall" - gemeint ist das Treffen von Wong mit Außenminister Heiko Maas und anderen deutschen Politikern - werde negative Folgen für die bilateralen Beziehungen haben.

Wong war am Montagabend auf dem Berliner Flughafen Tegel angekommen. Auf einem Fest im Dachgarten-Restaurant des Bundestags sprach er im Anschluss unter anderem mit Maas. Wong war am Sonntagmorgen vor seiner geplanten Abreise zunächst am Hongkonger Flughafen festgenommen worden. Ihm wurde vorgeworfen, seine Kautionsbedingungen verletzt zu haben.

Wong bittet um deutsche Unterstützung

Seit dem 9. Juni kommt es in der Finanzmetropole immer wieder zu Protesten - mehrfach kam es zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei. Die Protestbewegung befürchtet steigenden Einfluss der chinesischen Regierung auf Hongkong.

Wong rief die Bundesregierung am Mittwoch auf, Polizeigewalt und Machtmissbrauch klar zu verurteilen. Zudem solle Deutschland den Export von Ausrüstung an die Bereitschaftspolizei von Hongkong aussetzen, sagte der 22-Jährige vor der Bundespressekonferenz in Berlin. "Taten sagen mehr als Worte." Die Ausrüstung werde gegen Demonstranten eingesetzt.

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