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Treffen an US-mexikanischer Grenze - Glücksmoment für Hunderte getrennte Familien

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250 getrennte Familien haben sich für Minuten an der Grenze zu Mexiko treffen können. Präsident Trump bekräftigte: Familientrennungen schreckten vor illegaler Einwanderung ab.

Familientreffen für drei Minuten an Grenze zwischen USA und Mexiko
Eine kurze Umarmung nach Jahren: Familientreffen an der Grenze zwischen den USA und Mexiko.
Quelle: reuters

Hunderte durch die Grenze zwischen den USA und Mexiko getrennte Familien haben am Samstag ein Wiedersehen gefeiert - wenn auch nur ein kurzes. Etwa 1.500 Mitglieder von 250 durch Auswanderung oder Abschiebung getrennte Familien trafen sich für vier Minuten an der geöffneten Grenzmauer zwischen der mexikanischen Grenzstadt Ciudad Juárez und der Stadt Sunland Park im US-Bundesstaat New Mexico.

"Umarmungen, keine Mauern"

Die Menschenrechtsgruppe Border Network of Human Rights hat unter dem Motto "Abrazos No Muros" (Umarmungen, keine Mauern) schon mehrere Massen-Familienzusammenführungen an der 3.000 Kilometer langen Grenze zwischen Mexiko und den USA organisiert, im Juni etwa im ausgetrockneten Flussbett des Rio Grande zwischen Ciudad Juárez und dem texanischen El Paso, wo die Mauer noch in Bau ist. Die Öffnung einer Tür in der fünf Meter hohen Grenzmauer zwischen Ciudad Juárez und Sunland Park war allerdings eine Premiere.

Sie sei "sehr glücklich", nach fünf Jahren endlich wieder ihre Cousinen umarmen zu können, sagte die 46-jährige Josefa Magalde aus Ciudad Juárez. Ihre Cousinen aus El Paso sind illegal in die USA eingewandert und können daher nicht aus- und wieder einreisen. Vier Minuten lang konnten sie sich nun unter der Aufsicht von Beamten der US-Grenzpolizei und der mexikanischen Bundespolizei umarmen, bevor sie wieder getrennt wurden. "Wir hatten nicht genug Zeit", sagte Magalde nach dem Treffen. Trotzdem sei sie "zufrieden und glücklich" über die Gelegenheit für ein Wiedersehen.

Trennung der Kinder von ihren Eltern vorerst gestoppt

Die Trennung von Migrantenfamilien an der Grenze ist nach Ansicht von US-Präsident Donald Trump geeignet, illegale Einwanderung in die USA zu stoppen. "Wenn sie das Gefühl haben, dass sie getrennt werden, dann kommen sie nicht", sagte Trump am Samstag vor Journalisten. Ob er auch die umstrittene Praxis, Kinder von ihren Eltern zu trennen, wieder einführen will, sagte er nicht. Es würden verschiedene Dinge geprüft, die sich mit illegaler Einwanderung befassten. "Wir werden tun, was immer wir können, um sie zu verlangsamen."

Nach heftiger Kritik hatte Trump im Juni die Praxis gestoppt, Kinder illegal Eingereister von ihren Eltern zu trennen. Insgesamt waren etwa 2.600 Kinder betroffen. Die Sprecherin des Heimatschutzministeriums, Katie Waldman, hatte am Samstag von einer Krise an der Grenze zu Mexiko gesprochen. Immer mehr Erwachsende mit Kindern gelangten illegal ins Land.

Das Verhältnis zwischen den USA und Mexiko ist angespannt. Trump will an der Grenze eine Mauer errichten, um illegale Einwanderung und Drogenschmuggel zu verhindern.

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