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Spenden für Notre-Dame - Schon Hunderte Millionen Euro versprochen

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Einen Tag nach dem Brand von Notre-Dame sind schon Spenden von 360 Millionen Euro für ihren Wiederaufbau zugesagt. Verbände und Einzelpersonen haben hohe Summen angekündigt.

Die Pariser Kathedrale Notre Dame in Flammen
Die Pariser Kathedrale Notre-Dame in Flammen.
Quelle: Julien Mattia/Le Pictorium Agency via ZUMA/dpa

Am Morgen nach dem verheerenden Brand in der Kathedrale Notre-Dame sind bereits 360 Millionen Euro für ihren Wiederaufbau zugesagt:

Die Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo kündigte an, die Stadt werde sich mit 50 Millionen Euro am Wiederaufbau beteiligen. Die Region Ile-de-France kündigte eine Soforthilfe von zehn Millionen Euro an. Die Familien hinter zwei Luxusgüterkonzernen sagten zusammen 300 Millionen Euro zu.

Bürgermeisterin von Paris ruft zu Spenden auf

Die Präsidentin des Regionalrats von Ile-de-France, Valérie Pécresse, sagte einem Radiosender, die Summe solle das Erzbistum bei den ersten Arbeiten unterstützen. Der Wiederaufbau werde die besten Architekten und Handwerker "Frankreichs, vielleicht der ganzen Welt" auf den Plan rufen, sagte sie.

Wir werden Notre-Dame wieder aufbauen. Denn das ist es, was die Franzosen erwarten.
Emmanuel Macron

Bürgermeisterin Hidalgo brachte zudem eine internationale Geberkonferenz für den Wiederaufbau ins Gespräch, um "Mäzene aus der ganzen Welt" zusammenzubringen. Sie könne gleichzeitig als Treffpunkt von Experten dienen, sagte Hidalgo.

Frankreich will das berühmte Wahrzeichen wieder in Stand setzen. "Wir werden Notre-Dame wieder aufbauen", sagte Staatschef Emmanuel Macron am späten Montagabend. "Denn das ist es, was die Franzosen erwarten."

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Luxus-Familien wollen Hunderte Millionen spenden

...schnellstmöglich diesem Juwel unseres nationalen Kulturerbes wieder Leben einzuhauchen.
François-Henri Pinault, Milliardär und Chef des Luxusmodekonzerns Kering

Neben offiziellen Geldern sind auch bereits zwei große Privatspenden angekündigt: Der größte und der zweitgrößte Luxusgüterkonzern Frankreichs, LVMH und Kering, verpflichteten sich zu Millionenspenden im dreistelligen Bereich.

Die Milliardärsfamilie Pinault will nach eigenen Angaben 100 Millionen Euro für den Wiederaufbau der von Flammen verwüsteten Kathedrale zur Verfügung stellen. Das gab der Chef des Luxusmodekonzerns Kering (Gucci, Saint Laurent, Balenciaga), François-Henri Pinault, in der Nacht nach dem Brand bekannt. "Diese Tragödie trifft alle Franzosen", erklärte die Familie. In solch einer Situation wolle jeder mithelfen, "schnellstmöglich diesem Juwel unseres nationalen Kulturerbes wieder Leben einzuhauchen".

Am Dienstagmorgen zog dann LVMH (Moët Hennessy - Louis Vuitton) nach: Die Unternehmensgruppe versprach eine Spende von 200 Millionen Euro für den Wiederaufbaufonds. In einer Erklärung hieß es, LVMH und die Besitzerfamilie Arnault wollten nach "dieser nationalen Tragödie" ihre Solidarität zeigen. Notre-Dame sei ein Symbol Frankreichs, seines kulturellen Erbes und seiner Einigkeit.

In Notre-Dame war am Montagabend ein Großbrand ausgebrochen, der schwere Verwüstungen anrichtete. Die Flammen brachten den Spitzturm zum Einsturz und zerstörten weite Teile des Dachstuhls. Das Feuer in dem berühmten Monument sorgte weit über die Grenzen Frankreichs hinaus für Bestürzung. Präsident Emmanuel Macron versprach bereits einen Wiederaufbau der Kathedrale und kündigte eine nationale Spendenaktion an.

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