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Sierra Leone - Hunderte Tote bei Überflutungen

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Heftige Regenfälle haben in Sierra Leone mindestens 200 Menschen das Leben gekostet. Die Straßen der Hauptstadt Freetown waren überschwemmt, in hügeligen Gegenden der Stadt kam es zu Erdrutschen.

Die Einwohner Freetowns, der Hauptstadt des westafrikanischen Landes Sierra Leone, wurden in der Nacht von einem Erdrutsch überrascht. Bisher sind 350 Menschen ums Leben gekommen.

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Mitarbeiter des Militärs wurden zu Rettungsarbeiten eingesetzt, teilten die Behörden mit. Angehörige gruben im Schlamm nach Vermissten. Rettungskräfte versuchten in einem Wettlauf gegen die Zeit, Opfer zu bergen und Verschüttete aus dem Erdreich zu befreien. Im westlichen Stadtteil Lumley bargen freiwillige Helfer Dutzende von grässlich verstümmelten Leichen.

Die Leichenhalle des Connaught-Krankenhauses in Freetown war völlig überlastet. Tote wurden auf dem Fußboden gelagert. "Die Kapazität der Leichenhalle ist zu klein", sagte ein Mitarbeiter dem nationalen Rundfunksender. Sinneh Kamara rief das Gesundheitsministerium auf, mehr Krankenwagen bereitzustellen. In der ganzen Stadt war das Geräusch von Sirenen der Ambulanzwagen zu hören.

Erdrutsch nahe Freetown

Ein Erdrutsch ereignete sich nach Medienberichten nahe der Hauptstadt Freetown, als nach heftigen Regenfällen Teile eines völlig aufgeweichten Hügels abbrachen. Präsident Ernest Bai Koroma besuchte im Laufe des Tages den Ortsteil Regent Village, der als der am schlimmsten betroffene Teil der Stadt galt. Mehrere der oft in Leichtbauweise errichteten Gebäude wurden dort offenbar von der Schlammlawine mitsamt ihren Bewohnern komplett begraben.

In Freetown leben etwa eine Million Menschen. Die Stadt liegt auf einer Halbinsel neben einer Flussmündung. Wegen der hohen Niederschläge gilt sie als eine der feuchtesten Orte der Welt - und verfügt zudem nur über ein ungenügendes Infrastruktursystem mit einer meist nur rudimentären Kanalisation. Viele Armenviertel liegen außerdem auf Höhe des Meeresspiegels. Überschwemmungen während der Regenzeit (Mai bis November) Land werden dadurch begünstigt. Da viele Straßen nicht asphaltiert sind, verwandeln sie sich bei Regen oft in Schlammwege.

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