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Hunderttausende Frauen bei Demos - Anti-Gewalt-Proteste in Südafrika

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Als Reaktion auf die Vergewaltigung und den Mord an einer Studentin der Uni Kapstadt fordern viele eine Justizreform in Südafrika. Hunderttausende Frauen gehen auf die Straße.

Eine Frau hält ein Bild der getöteten Studentin hoch. Archivbild
Eine Frau hält ein Bild der getöteten Studentin hoch. Archivbild
Quelle: -/AP/dpa

In Südafrika machen hunderttausende Frauen mobil gegen Vergewaltigungen und andere Formen der Gewalt gegen sie und ihre Kinder. Unter dem Motto #enoughisenough - our women and children deserve better (etwa: Genug ist genug - unsere Frauen und Kinder haben Besseres verdient) formiert sich der Widerstand, es gibt Petitionen und Demonstrationen. Eine Internet-Petition für eine Wiedereinführung der Todesstrafe bei Verbrechen an Frauen wird auch von einer Enkelin von Südafrikas erstem schwarzen Präsidenten Nelson Mandela unterstützt, Ndileka Mandela.

Als Reaktion auf den brutalen Mord an einer 19-jährigen Studentin der Universität Kapstadt, die zuvor in einem Postamt vergewaltigt wurde, fordert sie wie viele andere eine Justizreform: "Unser Justizsystem ist so angelegt, dass es die Männer und nicht die Frauen schützt - das muss sich ändern." In Südafrika wachsen junge Menschen oft in zerrissenen Strukturen auf. Vergewaltigungen und häusliche Gewalt sind angesichts oft patriarchaler Strukturen weit verbreitet.

Unser Justizsystem ist so angelegt, dass es die Männer und nicht die Frauen schützt - das muss sich ändern.
Ndileka Mandela

Präsident Cyril Ramaphosa hat erklärt, die jungen Frauen im Lande müssten die Chance erhalten, frei von Angst vor Gewalt ihr Leben zu meistern. Angaben zu konkreten Maßnahmen machte er am späten Donnerstagabend bei der kontinentalen Version des Weltwirtschaftsforums (WEF) in Kapstadt nicht. Nigerias Ex-Bildungsministerin Obiageli Ezekwesili sprach sich in Kapstadt für eine harte Umsetzung der Gesetze bei der Strafverfolgung der Täter aus. Auch die sozialen Bedingungen müssten sich radikal ändern: "Es ist ein globales Problem", betonte sie.

Lesetipp: Neben der Gewalt gegen Frauen kämpft Südafrika derzeit mit einem weiteren Problem: Angriffe auf Gastarbeiter aus anderen afrikanischen Ländern. Tausende haben in den vergangenen Tagen in den Großstädten Johannesburg und Pretoria protestiert, die Geschäfte ausländischer Unternehmer angegriffen und geplündert. Mindestens zehn Menschen kamen dabei ums Leben. Was die Gewalt antreibt:

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von Nils Metzger und Jan Schüßler
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