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Hungerkrise im Jemen - Hilfen teilweise gestoppt

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Immer wieder kommt Nahrung im Bürgerkriegsland Jemen nicht bei den Bedürftigen an. Nun will das UN-Welternährungsprogramm die Versorgung teilweise stoppen.

Eine Familie isst im Jemen.
Eine Familie isst im Jemen.
Quelle: Hani Mohammed/AP/dpa

Weil Nahrungsmittel im Bürgerkriegsland Jemen immer wieder abgezweigt und den Bedürftigsten vorenthalten werden, stoppt das UN-Welternährungsprogramm (WFP) die Versorgung teilweise. Betroffen seien zunächst 850.000 Einwohner der Hauptstadt Sanaa, teilte das WFP mit.

Unterernährte Kinder sowie schwangere und stillende Frauen würden weiter versorgt. Verhandlungen in Sanaa über die Einführung von Überwachungssystemen, die das Abzweigen der Nahrung verhindern sollen, seien bislang gescheitert.

Kritik an UN

Schon Anfang der Woche hatte das WFP mit einer Aussetzung der Lieferungen gedroht, sollten die Aufständischen nicht gegen die Missstände vorgehen. Die Rebellen wiederum warfen der UN-Einrichtung vor, Lebensmittel mit abgelaufenem Haltbarkeitsdatum ins Land zu schicken. Sie solle lieber Geld verteilen anstatt "verdorbenes Essen", forderten sie.

Als "letztes Mittel" sei eine Teilaussetzung der Hilfen beschlossen worden, nachdem es bei Verhandlungen mit den Huthis keine Bewegung gegeben habe, teilte die humanitäre Einrichtung nun mit.Der Jemen-Konflikt begann 2014 mit der Einnahme Sanaas durch die Huthi-Rebellen. Dabei wurde damals die international anerkannte Regierung verdrängt. Seit 2015 bekämpft eine von Saudi-Arabien befehligte Militärkoalition die Huthis.

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