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"Dorian" erstarkt wieder und bedroht US-Küste

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Wirbelsturm zieht weiter - "Dorian" erstarkt wieder und bedroht US-Küste

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Tagelang hat Hurrikan "Dorian" auf den Bahamas gewütet und dann zunächst an Kraft verloren. Nun wurde der Wirbelsturm wieder hochgestuft und bedroht den Südosten der USA.

Menschen in einer Notunterkunft in Charleston, South Carolina, USA, am 04.09.2019
In Notunterkünften warten viele Menschen an der Ostküste der USA, dass Hurrikan "Dorian" vorüberzieht.
Quelle: AP

Hurrikan "Dorian" hat auf seinem Weg entlang der Südostküste der USA wieder an Kraft zugelegt. Das Nationale Hurrikan-Zentrum stufte den Wirbelsturm in der Nacht zum Donnerstag auf Kategorie drei von fünf hoch. "Dorian" ziehe derzeit entlang der Küste in Richtung Norden - für die Küstenregionen der Bundesstaaten Georgia, South und North Carolina sowie Virginia warnten die Experten daher vor "lebensbedrohlichen Sturmfluten und gefährlichen Winden".

In den betroffenen Gebieten wurde vorsorglich der Notstand verhängt, die Behörden ordneten die Evakuierung von weiten Teilen der Küste an. Derzeit erreicht der Sturm Windgeschwindigkeiten von bis zu 185 Kilometern pro Stunde. Er kam der Küste Floridas am Mittwoch sehr nahe und brachte heftigen Wind und Regen. Anders als ursprünglich befürchtet, traf "Dorian" die US-Küste aber nicht direkt.

Behörden: Mindestens 20 Tote auf den Bahamas

Der Wirbelsturm hatte mit der höchsten Gefahrenstufe fünf fast drei Tage lang auf den Bahamas gewütet. Die Zahl der Toten steigt weiter - inzwischen haben die Behörden den Tod von 20 Menschen bestätigt. "Wir erwarten, dass diese Zahl noch steigt", sagte Premierminister Hubert Minnis auf einer Pressekonferenz. Erste Hilfslieferungen erreichten am Mittwoch die schwer getroffenen Gebiete. Viele Menschen wurden noch immer vermisst, einige warteten weiter auf Rettung.

Karte der Ostküste der USA mit den Bahamas und Kuba
Quelle: ZDF

"Dorian" hatte am Sonntag zuerst die Abaco-Inseln im Nordosten des Karibikstaates getroffen - mit Windböen von fast 300 Kilometern pro Stunde. Es handelte sich um den verheerendsten Wirbelsturm auf den Bahamas seit Beginn moderner Aufzeichnungen. Am Montag zog "Dorian" langsam nach Westen über die Insel Grand Bahama und erst am Mittwoch vollständig über das Land hinweg, so dass die Rettungseinsätze auch auf Grand Bahama beginnen konnten.

70.000 Menschen brauchen dringend Hilfe

Nach Angaben des UN-Nothilfekoordinators Marc Lowcock benötigen rund 70.000 Menschen - also fast jeder fünfte Einwohner der Bahamas - dringend Hilfe zum Überleben. Die Bevölkerung brauche akut Lebensmittel, sauberes Trinkwasser und Notunterkünfte, erklärte er von den Bahamas. Die Flughäfen seien überschwemmt oder beschädigt, auch Verbindungsstraßen könnten nicht genutzt werden. Teile der Inseln seien immer noch von der Außenwelt abgeschnitten, erklärte Lowcock. Es gebe keine Stromversorgung und nur stark eingeschränkte Kommunikationsmöglichkeiten.

Archiv: Zerstörungen durch Hurrikan Dorian am 02.09.2019 auf den Bahamas
Alles verloren: Fast jeder fünfte Einwohner der Bahamas ist dringend auf Hilfe angewiesen.
Quelle: Reuters

Regierungschef Minnis sprach von einer außerordentlichen Welle der Unterstützung aus dem In- und Ausland. Er hatte sich am Mittwoch in einem Hubschrauber der US-Küstenwache aus der Luft ein Bild der Lage auf Grand Bahama gemacht. Es habe umfangreiche Schäden gegeben, viele Menschen seien in Notunterkünften. Auch die psychologischen Folgen seien nicht zu unterschätzen, sagte Minnis.

Der Premier ging auch auf Berichte über Plünderungen in den verwüsteten Gebieten ein. Die Täter würden mit der ganzen Härte des Gesetzes verfolgt, kündigte er an. Zusätzliche Sicherheitskräfte seien bereits auf die Abaco-Inseln geschickt worden. Hinzu kämen demnächst Angehörige des Militärs von Jamaika.

USA und Kanada sichern Hilfe zu

US-Präsident Donald Trump sicherte den Bahamas in einem Telefonat mit Minnis "alle angemessene Hilfe" der USA zu, wie das Weiße Haus mitteilte. Die US-Küstenwache ist bereits mit Hubschraubern auf den Inseln südöstlich des US-Bundesstaats Florida im Einsatz. Weitere Hilfe sollte folgen, das US-Militär erwägt einen Einsatz. Auch Kanadas Premierminister Justin Trudeau telefonierte nach eigenen Angaben mit Minnis und sicherte Hilfe zu. Großbritanniens Marine schickte ein Schiff mit Lebensmitteln.

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