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Wirbelsturm in der Karibik - Hurrikan "Irma" erreicht Barbuda - Florida bangt

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Der gefährliche Hurrikan "Irma" ist am frühen Morgen auf der kleinen Karibikinsel Barbuda erstmals auf Land getroffen. Kurz zuvor hatte die US-Wetterbehörde Windgeschwindigkeiten von bis zu 255 Kilometern pro Stunde gemessen. In Puerto Rico und Florida bereiteten sich die Menschen auf "Irma" vor.

Der inzwischen in die höchste Kategorie eingestufte Hurrikan „Irma“ trifft auf die ersten Karibikinseln. In Florida, wo er das Festland erreichen könnte, bereiten sich die Menschen auf das Schlimmste vor.

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Der Wirbelsturm der obersten Kategorie fünf traf am frühen Morgen um  1.47 Uhr (Ortszeit) auf Land auf der Insel Barbuda, die zu den Kleinen Antillen gehört. Bewohner berichteten von einem Zusammenbruch der Telefonleitungen, als das Zentrum des Sturms über sie hinwegfegte und seinen Weg in Richtung Puerto Rico, der Dominikanischen Republik, Haiti und Kuba fortsetzte.

Der Nachbarinsel Antigua brachte "Irma" heftigen Regen und peitschenden Wind. Trümmer flogen umher, während sich die Bewohner in ihren Häusern und von der Regierung bereitgestellten Unterkünften verschanzten. Wie auf Barbuda sind viele Gebäude auf Antigua nicht auf Betonfundamenten errichtet worden. Andere Häuser besitzen lediglich Dächer aus Holz.

"Ich bete um Gottes Schutz"

"Irma" bewegt sich den Angaben zufolge mit etwa 24 Kilometern pro Stunde in Richtung Nordwesten. Der Hurrikan droht nun als nächstes auf den Inselstaat St. Kitts und Nevis zuzusteuern. Regierungschef Timothy Harris rief die Einwohner der beiden Inseln eindringlich dazu auf, bis auf weiteres in ihren Häusern zu bleiben. Der Sturm werde als "sehr gefährlich" eingeschätzt, warnte Harris auf Twitter. "Ich bete um Gottes Schutz und Gnade."

"Irma" hatte sich am Dienstag zum stärksten Hurrikan entwickelt, der jemals über dem offenen Atlantik gemessen wurde. Nach Angaben des US-Hurrikanzentrums erreichte der Sturm Windgeschwindigkeiten von fast 300 Kilometern pro Stunde. Für einen oder zwei weitere Tage sollte er weiter ein Sturm der Kategorien vier oder fünf bleiben, seine stärksten Winde - für gewöhnlich diejenigen, die sich am dichtesten am Sturmzentrum befinden - sollten noch am Mittwoch nahe der nördlichen Jungferninseln und des US-Außengebietes Puerto Rico vorbeiziehen.

Bahamas: Südliche Inseln evakuiert

Der Ministerpräsident der Bahamas, Hubert Minnis, ordnete wegen des Hurrikans eine Evakuierung der sechs südlichen Inseln des Landes an. Der Sturm stelle eine gefährliche Bedrohung für die Inseln und deren Bewohner dar, sagte er. Die Menschen, die dort wohnten, sollten am Mittwoch in die Hauptstadt Nassau geflogen werden. Dabei handele es sich um die größte Evakuierungsaktion in der Geschichte des Landes, sagte Minnis.

US-Präsident Donald Trump rief für Florida, Puerto Rico und die Amerikanischen Jungferninseln den Notstand aus. Die Erklärung erlaubt den Behörden, in den betroffenen Gebieten mit der Koordinierung der Katastrophenhilfe zu beginnen. Es wird erwartet, dass "Irma" am Wochenende Florida erreicht. Im Touristengebiet Florida Keys ordneten die Behörden die Evakuierung an. Alle Besucher sollten aus dem Gebiet gebracht werden.

Der Gouverneur des US-Außengebiets Puerto Rico, Ricardo Rosselló, warnte davor, dass der Sturm noch gefährlicher als Hurrikan "Harvey" sei, der Teile von Texas verwüstet hatte. Er rief die 3,4 Millionen Einwohner auf, sich in Sicherheit zu bringen, etwa in einem der 460 Schutzräume.

Neue Tropenstürme bahnen sich an

Weil in der Karibik und im Golf das Wasser wärmer ist, gewinnen tropische Wirbelstürme dort mehr an Kraft als auf dem eher kühlen, offenen Atlantik. In dieser Hurrikan-Saison ist das Wasser aber auch im Atlantik ungewöhnlich warm.

Auf "Irma" könnte direkt ein weiterer schwerer Sturm folgen. Der Tropensturm "Jose" könne sich am Mittwochabend (Ortszeit) zu einem Hurrikan entwickeln und am Wochenende die derzeit von "Irma" betroffenen Inseln erreichen, warnte das US-Hurrikanzentrum in Miami. Bei "José" handelt es sich um das Wettersystem hinter "Irma". Die Windgeschwindigkeiten des Tropensturms erhöhten sich bereits auf fast 95 Kilometer pro Stunde, erklärte das Hurrikanzentrum weiter über Twitter.

Auch vor der Küste von Mexiko bildete sich ein neuer Tropensturm. "Katia" erreichte den Angaben zufolge zunächst Windgeschwindigkeiten von knapp 65 Kilometern pro Stunde. Es wird erwartet, dass der Sturm in den nächsten beiden Tagen an Kraft gewinnt.

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