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Karibik rüstet sich - Hurrikan "Irma" kommt mit knapp 300 km/h

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Hurrikan "Irma" nimmt im Atlantik Fahrt auf. Kurz bevor der Wirbelsturm in der Karibik auf Land trifft, erreicht er Windgeschwindigkeiten von bis zu 295 Kilometern pro Stunde. "Irma" ist damit der bislang stärkste gemessene Sturm auf dem offenen Atlantik. Erste Inseln werden evakuiert.

„Irma“ hat über dem Atlantik weiter an Kraft gewonnen und ist als Hurrikan der höchsten Stufe fünf auf die Karibik zu gezogen. Auch Florida hat vorsorglich den Notstand ausgerufen. Dort könnte „Irma“ auf das Festland stoßen.

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Wegen Hurrikan "Irma" hat der Ministerpräsident der Bahamas eine Evakuierung der südlichen Inseln des Landes angeordnet. Der Sturm der Kategorie 5 stelle eine gefährliche Bedrohung für die Inseln und deren Bewohner dar, sagte Hubert Minnis. Die Menschen, die dort wohnten, sollten heute in die Hauptstadt Nassau geflogen werden. Dabei handele es sich um die größte Evakuierungsaktion in der Geschichte des Landes, so Minnis.

Hurrikan "Irma" gewann auf dem Weg in die Karibik dramatisch an Kraft hinzu und ist mittlerweile der stärkste Sturm, der jemals auf dem offenen Atlantik gemessen wurde. Der Hurrikan könnte katastrophale Schäden anrichten, warnte gar das Nationale Hurrikanzentrum in den USA am Dienstag. Es sei mit über drei Meter hohen Wellen, starkem Regen und Erdrutschen zu rechnen.

"Irma" zog am Dienstag weiter auf die Kleinen Antillen zu. Nach Angaben des Hurrikan-Zentrums erreichte der Sturm Windgeschwindigkeiten bis zu 295 Kilometern pro Stunde. Im Nordosten der Karibik, auf den sogenannten Inseln unter dem Winde in Antigua und Barbuda unterbrachen Behörden die Stromversorgung und riefen Bewohner dazu auf, im Inneren in Sicherheit zu bleiben. Die Behörden warnten vor dem "Angriff" des Sturms in einer Mitteilung, die sie mit den Worten "Möge Gott uns alle schützen" beendeten.

Puerto Rico: "Irma" gefährlicher als Hurrikan "Harvey"

US-Präsident Donald Trump rief für Florida, Puerto Rico und die Amerikanischen Jungferninseln den Notstand aus. Die Erklärung erlaubte dem US-Heimatschutzministerium und der nationalen Koordinationsstelle für Katastrophenhilfe (Fema) in den betroffenen Gebieten mit der Koordinierung der Katastrophenhilfe zu beginnen. Es wird erwartet, dass "Irma" am Wochenende Florida erreicht.

Der Gouverneur des US-Außengebiets Puerto Rico, Ricardo Rosselló Nevares, warnte davor, dass der Sturm noch gefährlicher als Hurrikan "Harvey" sei, der in Texas Verwüstung zurückgelassen hatte. Er rief den Notstand aus und aktivierte die Nationalgarde. "Ein so gefährliches Wetterphänomen hat Puerto Rico noch nie gesehen", sagte der Regierungschef. Die Küstenregionen wurden evakuiert. Die Behörden richteten 456 Notunterkünfte mit Kapazitäten für mehr als 63 000 Menschen ein.

Eine ähnliche Stärke wie "Irma", ein Monstersturm der höchsten Kategorie 5, haben bisher nur vier andere Stürme im Atlantik erreicht, allerdings nur in dessen Randmeeren, dem Golf von Mexiko und dem Karibischen Meer. Gleich stark wie "Irma" waren bisher ein Sturm auf den Florida Keys im Jahr 1935, Hurrikan "Gilbert" 1988 und "Wilma" im Jahr 2005. Hurrikan "Allen" im Jahr 1980 kam sogar über die 300 Kilometer pro Stunde hinaus.

Weil in der Karibik und im Golf das Wasser wärmer ist, gewinnen tropische Wirbelstürmer dort mehr an Kraft als auf dem eher kühlen, offenen Atlantik. In dieser Hurrikan-Saison ist das Wasser aber auch auf dem Atlantik ungewöhnlich warm.

Verwüstungen in Texas durch "Harvey"

Hurrikan "Harvey" trug die Kategorie 4. Der Sturm hatte im August 2017 insbesondere an der Küste von Texas schwere Verwüstungen angerichtet. Dort sind auch große Teile der amerikanischen Öl- und Gasindustrie angesiedelt. Mindestens 47 Menschen kamen ums Leben. Der Schaden wird auf bis zu 180 Milliarden Dollar geschätzt. Mehr als eine Million Menschen waren vor "Harvey" in Sicherheit gebracht worden. Zehntausende sind wegen der enormen Schäden an ihren Häusern derzeit obdachlos.

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