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Hurrikan in der Karibik - Puerto Rico: Überschwemmungen und Stromausfälle

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Die Karibik kommt nicht zur Ruhe. Hurrikan "Maria" hat Puerto Rico erreicht - mit Windgeschwindigkeit von bis zu 250 Kilometern pro Stunde. Überschwemmungen und Stromausfälle sind die Folge. Das US-Außengebiet trifft der Sturm mitten in einer Wirtschaftskrise.

Auf dem Weg Richtung Puerto Rico hat Hurrikan „Maria“ an Stärke gewonnen. Der Wirbelsturm bringt Windgeschwindigkeiten von bis zu 280 km/h mit sich. Die Regierung hat Notunterkünfte eingerichtet und die Menschen aufgefordert, sich in Sicherheit zu …

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Durch Hurrikan "Maria" ist das US-Außengebiet Puerto Rico von einem der stärksten Stürme seiner Geschichte heimgesucht worden. Der Hurrikan der Kategorie vier traf am Mittwochmorgen (Ortszeit) in der Küstenstadt Yabucoa im Südosten der Insel auf Land. Im Anschluss riss er Dächer herunter und Türen aus ihren Angeln. Sendemasten stürzten um, vielerorts kam es zu Stromausfällen und Überschwemmungen. Die Zahl der Todesopfer des Sturms in der Karibik stieg auf neun. Das Zentrum von "Maria" befand sich am Mittwoch rund 40 Kilometer westlich der Hauptstadt San Juan, wie das US-Hurrikanzentrum in Miami mitteilte.

Schutz im Badezimmer

Der Sturm erreichte zu dem Zeitpunkt Windgeschwindigkeiten von bis zu 220 Kilometern pro Stunde, die er auch in den folgenden 48 Stunden in etwa beibehalten sollte. Er bewegte sich mit 19 Kilometern pro Stunde Richtung Nordwesten. Bereits am Nachmittag sollten in der westlich von Puerto Rico gelegenen Dominikanischen Republik erste stürmische Vorboten von "Maria" zu spüren sein. Auf Puerto Rico suchten die Menschen in Treppenhäusern und Badezimmern Schutz, während "Maria" langsam über die Insel hinwegrauschte. Knapp 90 Prozent aller Verbraucher standen ohne Strom da.

Viele Straßen entwickelten sich zu Flüssen, in denen Dutzende halb versunkene Fahrzeuge zu sehen waren. Puerto Ricos Gouverneur Ricardo Rosselló forderte die Inselbewohner auf, nicht ihren Glauben zu verlieren. "Wir sind stärker als jeder Hurrikan", erklärte er. Gemeinsam werde man den Wiederaufbau schaffen. Er bat US-Präsident Donald Trump, die Insel zur Katastrophenzone zu erklären. Das würde den Weg für Hilfen des Bundes frei machen.

Schwierige Wirtschaftssituation

Trump twitterte: "Puerto Rico ist von einem neuen Monster-Hurrikan getroffen worden. Seid vorsichtig, im Herzen sind wir bei euch - werden da sein, um zu helfen!" Das US-Außengebiet trifft der Sturm gerade deshalb hart, weil es seit längerem mit einer schwierigen Wirtschaftssituation und hohen Schulden zu kämpfen hat. "Das wird eine Katastrophe", sagte Jean Robert Auguste, ein Betreiber zweier Restaurants auf Puerto Rico, der in einem Hotel in San Juan Zuflucht gesucht hatte. Im gesamten Monat September habe er kein Geld eingenommen.

Es war einer der stärksten Hurrikans, die jemals Puerto Rico heimgesucht haben. Der letzte Hurrikan der Kategorie vier, der das US-Außengebiet getroffen hat, hatte sich 1932 ereignet. Vor gut zwei Wochen war Hurrikan "Irma" an Puerto Rico vorbeigezogen. Todesfälle oder größere Schäden hatte das nicht verursacht, dafür fiel jedoch bei mehr als einer Million Menschen der Strom aus. Im Karibikstaat Dominica gab es nach Angaben eines Beraters von Ministerpräsident Roosevelt Skerrit sieben bestätigte Todesfälle durch Hurrikan "Maria". Die Zahl der Toten durch den Sturm stieg damit auf neun. Auf der französischen Insel Guadeloupe gab es nach Behördenangaben zwei Todesfälle.

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