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US-Bundesstaat Florida - Verwüstungen durch Hurrikan "Michael"

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Hurrikan "Michael" hat in Florida Verwüstungen angerichtet. Viele Gebäude sind zerstört, Stromleitungen umgerissen und Bäume entwurzelt. Nun zieht "Michael" nach Norden.

In Florida hat Hurrikan Michael das Land verwüstet: Umgestürzte Bäume, herabgefallene Stromleitungen, Trümmer auf den Straßen. Es gab mindestens zwei Tote.

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Hurrikan "Michael" hat Florida mit großer Wucht heimgesucht und schwere Schäden angerichtet. Im Nordwesten des US-Staats bot sich vielerorts ein Bild des Chaos: Abgedeckte Gebäude, überflutete Ortschaften, entwurzelte Bäume, Stromausfälle in mehr als 388.000 Haushalten und Geschäften.

Im Bezirk Gadsden kam durch "Michael" ein Mensch ums Leben: Der Mann starb, als ein Baum auf sein Haus stürzte, wie die Behörden mitteilten. Am Abend zog der Sturm auf die angrenzenden Staaten Alabama und Georgia zu.

Hurrikan "Michael" trifft bei Mexico Beach auf Land

Am Mittwochnachmittag war "Michael" als Hurrikan der Kategorie vier mit Windgeschwindigkeiten von 250 Kilometern pro Stunde in der Nähe der Touristenstadt Mexico Beach auf Land getroffen. Seine große Kraft zog er aus ungewöhnlich warmem Wasser im Golf von Mexiko. Über die Küste des als Florida Panhandle bekannten Landzipfels im Nordwesten des Südstaats fegte "Michael" mit seitwärts peitschendem Regen, heftigen Böen und krachenden Wellen hinweg. Eine Meldestation in Apalachicola berichtete von einer Sturmflut von 2,4 Metern.

Mehr als 375.000 Bewohner der Golfküstenregion hatten die Behörden zum Verlassen ihrer Häuser aufgerufen. Doch habe der mit großem Tempo und zunehmender Stärke herannahende Sturm den Menschen kaum Zeit zur Vorbereitung gelassen, sagten Notfalldienste. Viele hätten zudem Warnungen ignoriert und sich der Illusion hingegeben, den Hurrikan aussitzen zu können.

Hurrikan "Michael": Yachthafen von Port St. Joe
Beschädigte Boote und Trümmer liegen im Yachthafen von Port St. Joe.
Quelle: dpa
Die "Oceanis" liegt auf Grund, nachdem das Schiff von einer Welle im Zuge der von Hurrikan "Michael" ausgelösten Sturmflut erfasst wurde, aufgenommen am 10.10.2018 in Port St. Joe, USA
Die "Oceanis" liegt auf Grund, nachdem das Schiff von einer Welle im Zuge der von Hurrikan "Michael" ausgelösten Sturmflut erfasst wurde.
Quelle: dpa

"Es gibt Überflutungen. Boote auf der Autobahn."

Sally Crown aus Apalachicola gehörte zu jenen Bürgern, die zu Hause blieben. Sie dachte, die schlimmsten Schäden habe ihr Garten davongetragen, wo etliche Bäume entwurzelt wurden. Doch nach dem Durchzug von "Michael" habe sie auf dem Weg zu einem Café, in dem sie als Managerin arbeite, gewaltige Zerstörungen gesehen. "Es war absolut furchtbar. Katastrophal", schilderte Crown. "Es gibt Überflutungen. Boote auf der Autobahn. Ein Haus auf der Autobahn. Häuser, die seit Ewigkeiten da waren, und jetzt einfach zertrümmert sind."

Kurz nach Eintreffen des Hurrikans gab Gouverneur Rick Scott bekannt, Such- und Rettungsmissionen zur Unterstützung von Überlebenden würden gestartet, sobald es die Bedingungen erlaubten. Bewohner rief er auf, sich von den Straßen fernzuhalten, damit die Einsatzteams auch durchkommen. "Wenn Sie und ihre Familie es sicher durch den Sturm geschafft haben, wäre es jetzt das Schlimmste, wenn Sie sich unklug verhalten", ergänzte Scott.

Haley Nelson inspiziert die von Hurrikan "Michael" verursachten Schäden auf dem Grundstück ihrer Familie, aufgenommen am 10.10.2018 in Panama City, USA
Eine Frau inspiziert die von Hurrikan "Michael" verursachten Schäden auf dem Grundstück ihrer Familie.
Quelle: dpa
Eine Notunterkunft für Evakuierte, die wegen Hurrikan Michael an der Rutherford High School eingerichtet wurde, aufgenommen am 10.10.2018 in Panama City Beach, USA
Eine Notunterkunft für Evakuierte, die an der Rutherford High School in Panama City Beach, eingerichtet wurde.
Quelle: dpa

Am Abend erreichte "Michael" Georgia

Am Abend erreichte "Michael" als Hurrikan der Kategorie drei den Süden von Georgia, schwächte sich später auf Kategorie eins ab. In dem Südstaat wurde vor möglichen Tornados gewarnt. In Georgia waren am Abend zudem mehr als 32.000 Haushalte und Geschäfte ohne Strom.

Am Wochenende galt "Michael" noch als tropisches Tiefdruckgebiet, wuchs sich aber binnen weniger Tage zu einem Hurrikan der Kategorie vier aus, als er in Florida auf Land traf. Wetterexperten zeigten sich Anfang der Woche ehrfürchtig, als sie auf die Satellitenbilder von "Michael" blickten. "Wir sind auf Neuland", schrieb der Meteorologe Dennis Feltgen vom Nationalen Hurrikanzentrum am Mittwoch auf Facebook. "Die historischen Unterlagen, die bis 1851 zurückreichen, finden keinen Hurrikan der Kategorie vier, der jemals das Florida Panhandle getroffen hätte."

Trump will verwüstete Gegenden besuchen

Der Hurrikan könnte nun die öffentliche Debatte über die Klimaerwärmung befeuern. Meteorologen zufolge ist der Klimawandel verantwortlich für stärkere und häufigere Extremwetterereignisse wie Stürme, Dürren und Fluten.

Im Weißen Haus demonstrierte Präsident Donald Trump Solidarität mit den Bewohnern des Hurrikangebiets. "Gott segne jeden, weil das hart wird. Der wird gefährlich", sagte er über den Sturm. Trump will die verwüsteten Gegenden laut dem Weißen Haus kommende Woche besuchen.

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