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Ibiza-Video und Schredder-Affäre - Wiens Justiz prüft Verbindung

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Die Ibiza- und die Schredder-Affäre hatten zuletzt für großes Aufsehen in Österreich gesorgt. Noch nicht klar ist, ob und wie beide Skandale miteinander verbunden sind.

Ein Mitarbeiter von Ex-Kanzler Kurz ließ Festplatten schreddern.
Ein Mitarbeiter von Ex-Kanzler Kurz ließ Festplatten schreddern.
Quelle: Helmut Fohringer/APA/dpa

Die österreichische Korruptionsstaatsanwaltschaft prüft einen möglichen Zusammenhang zwischen der Ibiza- und der Schredder-Affäre. Das geht aus einer Antwort des österreichischen Justizministeriums auf eine Anfrage der Partei Neos hervor, berichteten die Nachrichtenagentur APA und der ORF.

Beide Affären hatten zuletzt für großes Aufsehen in der Alpenrepublik gesorgt. Die Ibiza-Affäre sorgte für den Bruch der rechtskonservativen Regierung von ÖVP und FPÖ. Einige Wochen später war bekannt geworden, dass ein Mitarbeiter des Bundeskanzleramts mehrere Festplatten vor dem Regierungswechsel hatte vernichten lassen.

Eine Verbindung zwischen den beiden Vorfällen könne nicht ausgeschlossen werden. Daher werde das Verfahren bis zu einer Klärung geführt, heißt es laut APA in der Antwort auf die Anfrage. Ermittelt werde ausschließlich gegen den damaligen Mitarbeiter des Bundeskanzleramts. Es gehe um die Vorwürfe des schweren Betrugs, der Sachbeschädigung und der Datenbeschädigung.

Der Mitarbeiter des Kanzleramts hatte am 23. Mai wenige Tage nach Bekanntwerden des folgenreichen Ibiza-Videos und kurz vor dem Misstrauensantrag der Opposition fünf Drucker-Festplatten gleich mehrfach von einer externen Spezialfirma vernichten lassen. Er hatte dabei einen falschen Namen angegeben und nicht bezahlt. Nach einer Anzeige spürten die Ermittler den Mann im Umfeld des damaligen Kanzlers Sebastian Kurz auf. Es ist unklar, was auf den Festplatten gespeichert war.

Kurz hat mehrfach betont, dass er das Ibiza-Video nicht vor der Veröffentlichung durch den "Spiegel" und die "Süddeutsche Zeitung" am 17. Mai gekannt hatte.

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