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Im Deutschen Bundestag - Merkel richtet Appell an Europäer

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Die Kanzlerin schwört Europa auf die Zeit nach dem Brexit ein. Für das wahrscheinliche Zukunftsszenario wünscht sich Merkel ein einheitliches Auftreten.

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die künftig 27 Mitgliedstaaten der EU aufgerufen, sich nach dem Austritt der Briten auf die Herausforderungen der Zukunft zu konzentrieren.

Die Welt ordne sich gerade neu, und die Europäer müssten sich überlegen, wie sie darauf reagieren wollten, sagte Merkel im Bundestag in einer Regierungserklärung zum Brexit-Prozess. Europa müsse einheitlich auftreten und seinen Binnenmarkt stärken. Die Rolle Europas wachse weiter, sagte Merkel.

Die Kanzlerin will dem britischen Wunsch nach einem Aufschub des Brexit indes nur unter Bedingungen entgegenkommen. "Über eine kurze Verlängerung kann man positiv reden", so Merkel. "Diesem Wunsch können wir im Grundsatz entsprechen, wenn wir in der nächsten Woche ein positives Votum zu den Austrittsdokumenten im britischen Parlament bekommen würden", fügte sie allerdings hinzu. Zudem müsse bei der von London geforderten Verschiebung des Austrittsdatums vom 29. März auf den 30. Juni darauf geachtet werden, dass die Europawahl Ende Mai rechtens bleibe.

Merkel will No-Deal-Brexit verhindern

Merkel kündigte an, dass es einen EU-Sondergipfel geben könnte, falls Premierministerin Theresa May kommende Woche erneut bei der Ratifizierung des Austrittsvertrages im Unterhaus scheitern sollte. Sie werde bis "zur letzten Stunde" dafür arbeiten, dass es keinen ungeregelten Brexit gebe, kündigte die Kanzlerin an.

Die 27 EU-Staats- und Regierungschefs werden am Nachmittag in Brüssel nach einem Vortrag Mays beraten, wie sie mit den britischen Wünschen einer Verschiebung umgehen sollen. Dazu ist ein einstimmiges Votum nötig.

Alles Weitere zu Merkels Regierungserklärung lesen Sie hier:

Regierungserklärung von Angela Merkel, aufgenommen am 21.03.2019

Regierungserklärung im Bundestag - Merkel knüpft Brexit-Aufschub an Bedingungen 

Bundeskanzlerin Merkel will dem Wunsch nach einem Aufschub des Brexit nur unter Bedingungen entgegenkommen. Premierministerin May hatte um eine Verschiebung bis 30. Juni gebeten.

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