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Parlamentswahl in Pakistan - Khan auf Koalition angewiesen

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Die Partei des früheren Kricket-Stars Imran Khan hat laut Wahlkommission die Parlamentswahl in Pakistan gewonnen. Um zu regieren, muss Khan nun aber eine Koalition bilden.

Imran Khan steht als Wahlsieger in Pakistan steht fest. Allerdings muss er sich neben der Suche nach einem Koalitionspartner auch mit Manipulationsvorwürfen beschäftigen.

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Nach Auszählung von 95 Prozent der Stimmen gewann Khans Partei Tehreek-e-Insaf 109 der 272 Wahlkreise. Die Muslimliga von Shahbaz Sharif erreichte 62 Sitze. Von ihr kündigte sich bereits Widerstand an: Sharif sagte, es sei zu Betrug gekommen und er werde die Ergebnisse nicht akzeptieren.

Wahlberechtigt waren bei der Abstimmung von Mittwoch knapp 106 Millionen Pakistaner. Zum dritten Mal in Folge wurde in dem südasiatischen Land eine Zivilregierung gewählt. Auf den dritten Platz gelangte die Pakistanische Volkspartei mit 42 Sitzen.

Khan will Korruption bekämpfen

Khan hatte sich bereits am Donnerstag zum Wahlsieger erklärt. In einer Fernsehansprache sagte er: "Dank Gott haben wir gewonnen und wir waren erfolgreich." Bereits eine Teilauszählung hatte Khan deutlich vorne gesehen.

Der frühere Kricket-Star hatte nach der Abstimmung erklärt, er wolle das Land so regieren wie es bisher noch nie regiert worden sei. Khan versprach bessere Beziehungen zu Afghanistan, Indien und den USA sowie den Aufbau eines muslimischen Sozialstaats, der der armen Bevölkerung Bildung und Arbeitsplätze bieten sollte. Der Korruption sagte er den Kampf an.

Außenpolitisch erklärte Khan, er wolle internationale Beziehungen auf Grundlage von Respekt und Gleichberechtigung aufbauen. Die USA etwa behandelten das Land wie einen Söldner im Kampf gegen Terrorismus. "Amerika denkt, dass es Pakistan Geld gibt, um für sie zu kämpfen. Darum hat Pakistan viel gelitten", so Khan.

Khan will auf Indien zugehen

Mit Blick auf den regionalen Rivalen Indien erklärte er, seine Regierung wolle offen auf das Land zugehen. "Macht einen Schritt in unsere Richtung und wir gehen zwei Schritte auf euch zu." Khan stellte zudem offene Grenzen zu Afghanistan in Aussicht und schlug vor, die Länder sollten eine der Europäischen Union ähnliche Beziehung eingehen. Dieses Vorhaben scheint allerdings unwahrscheinlich, da Pakistans Militär bereits Hunderte Grenzposten und kilometerlange Zäune an der Grenze gebaut hat.

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