Weitere Sprengfalle entdeckt

Sie sind hier:

In der Pfalz - Weitere Sprengfalle entdeckt

Datum:

Die Polizei hat in der Pfalz erneut eine Sprengfalle gefunden. Im Verdacht steht ein Landschaftsgärtner.

Blumen und Kerzen liegen vor der Praxis des getöteten Arztes.
Blumen und Kerzen liegen vor der Praxis des getöteten Arztes.
Quelle: Oliver Dietze/dpa

Nachdem bereits ein Mann durch eine Sprengfalle getötet und eine Frau und ihr Kind verletzt wurden, hat die Polizei in der Pfalz erneut eine tückische Vorrichtung entdeckt. Ermittler fanden in einem Carport in Fischbach ein professionell manipuliertes Holzscheit.

Im Verdacht steht ein Landschaftsgärtner aus Mehlingen. Der Mann war am Freitag tot in seinem Haus gefunden worden. Er soll zuvor im Streit einen Arzt mit einer Sprengfalle getötet und eine Mutter mit ihrer Tochter verletzt haben.

Wir ermitteln auch, ob der Mann möglicherweise Helfer hatte.
Polizeisprecher

Die Ermittler fürchten, dass noch mehr Menschen Opfer eines möglichen Rachefeldzugs des Gärtners werden könnten. "Wir ermitteln auch, ob der Mann möglicherweise Helfer hatte", sagte der Polizeisprecher. Hinweise auf eine dritte Person hätten sich aber bisher nicht ergeben. Bei der Durchsuchung des Gärtner-Anwesens waren der Polizei zufolge Schwarzpulver sowie andere Gegenstände gefunden worden, die dem Waffen- oder Sprengstoffgesetz unterliegen.

Keine Hinweise auf Fremdverschulden bei Tod des Gärtners

Die Ursache für den Tod des Gärtners sei unklar. Hinweise auf Fremdverschulden gibt es nicht. "Für das toxikologische Gutachten sind komplexe Untersuchungen nötig", sagte der Polizeisprecher. Das Ergebnis liege wohl in der kommenden Woche vor. "Medienberichte über einen angeblichen Freitod durch Gift können wir nicht bestätigen."

Der Sprecher bestätigte hingegen, dass der Sohn des Verdächtigen aus Mehlingen bei Kaiserslautern als Polizeibeamter arbeite. "Er ist natürlich nicht an den Ermittlungen beteiligt", unterstrich er.

Der 64 Jahre alte Arzt war am Freitagvormittag in Enkenbach-Alsenborn tot vor seiner Praxis gefunden worden. Ersten Ermittlungen zufolge hat er eine getarnte Sprengvorrichtung an der Eingangstür vom Boden aufheben wollen und damit die Explosion ausgelöst. Bei der anderen Explosion wurden am Sonntag eine Mutter und ihre Tochter verletzt, als ein mit Sprengstoff präpariertes Holzscheit in ihrem Kamin detonierte. Vermutlich hatte der Täter das Holzstück am Anwesen der späteren Opfers in Otterberg deponiert. Nach Polizeiangaben legte eine arglose Bewohnerin das Stück dann mit ins Kaminfeuer.

Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Zur Merkliste hinzugefügt! Merken beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Um zu verstehen, wie unsere Webseite genutzt wird und um dir ein interessenbezogenes Angebot präsentieren zu können, nutzen wir Cookies und andere Techniken. Hier kannst du mehr erfahren und hier widersprechen.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, kannst du jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigst du dein Ausweisdokument.

Du wechselst in den Kinderbereich und bewegst dich mit deinem Kinderprofil weiter.