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In Deutschland nachgewiesen - Riesenzecke überträgt Fleckfieber

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Forscher hatten es bereits befürchtet: Nach der ersten Überwinterung in Deutschland soll die sogenannte Hyalomma-Zecke nun erstmals das Zecken-Fleckfieber übertragen haben.

Eine Hyalomma-Zecke unter dem Mikroskop. Archiv
Eine Hyalomma-Zecke unter dem Mikroskop. Archiv
Quelle: Marco Drehmann/Universität Hohenheim/dpa

Erstmals soll in Deutschland ein Mensch durch den Stich einer tropischen Riesenzecke an Fleckfieber erkrankt sein. In der betreffenden Zecke sei der Erreger nachgewiesen worden, teilte die Uni Hohenheim in Stuttgart mit. Ein Pferdehalter aus dem Raum Siegen hatte sich im Juli durch eine Hyalomma-Zecke angesteckt. Er konnte erfolgreich mit Antibiotika behandelt werden.

Fleckfieber führt beim Menschen zu Hautausschlag, dem Gefühl erhöhter Temperatur, zu Kopf- und Muskelschmerzen und extremen Gelenkschmerzen.

Fall wird offiziell als Verdachtsfall behandelt

"Damit wissen wir jetzt nicht nur sicher, dass die Hyalomma-Zecke auch Menschen sticht", sagte Ute Mackenstedt, Parasitologin an der Universität Hohenheim. "Nun ist auch deutlich, dass eine Übertragung des Zecken-Fleckfiebers durch die Tiere möglich ist", sagte die Forscherin der Deutschen Presse-Agentur. Der Fall des Pferdehalters bei Siegen wird aber offiziell als Verdachtsfall behandelt, weil ein Direktnachweis des Erregers am Patienten nach Angaben der Experten nicht möglich war. Dennoch sind sie sich sicher, dass es sich bei dem Fall um Zecken-Fleckfieber handelt.

Die Hyalomma-Zecken stammen aus den Trocken- und Halbtrockengebieten von Afrika, Asien und Südeuropa - von Spanien über Italien bis zur Türkei. Von den hiesigen Zecken wie etwa dem Gemeinen Holzbock kann man sie leicht unterscheiden: Sie sind mit bis zu zwei Zentimeter Länge wesentlich größer und haben auffällig gestreifte Beine.

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