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Zyklon in Indien und Bangladesh - Wirbelsturm bedroht 59 Millionen Menschen

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Hilfsorganisationen befürchten schwere Schäden durch Zyklon Fani, der am Freitag auf die Ostküste Indiens getroffen ist. Rund 59 Millionen Menschen in Bangladesch seien bedroht.

Motorräder liegen während des Sturms in Puri auf einer Straße
Motorräder liegen während des Sturms in Puri auf einer Straße
Quelle: dpa

Unter den Bedrohten sind auch die fast eine Million Geflüchteten aus Myanmar, die in der Region um Cox's Bazar in einem Camp leben, teilte das Deutsche Rote Kreuz (DRK) in Berlin mit. Sie seien besonders gefährdet, da es sich bei ihren Behausungen um einfache Hütten aus Bambus und Plastikplanen handele.

Flüchtlinge aus Myanmar besonders bedroht

Den Angaben zufolge ist das Land durch seine Lage besonders anfällig für Tropenstürme: "Acht der zehn tödlichsten tropischen Zyklone weltweit haben sich im Golf von Bengalen gebildet. Vor allem die Jahreszeit zwischen April und Juli ist für schwere Wirbelstürme bekannt", sagte der DRK-Leiter Internationale Zusammenarbeit, Christof Johnen.

Der katholische Malteser Hilfsdienst bewertete die Lage der Flüchtlinge als angespannt. Das Lager für die aus Myanmar geflüchteten Rohingya sei ohne weitere Befestigung auf mehreren Hügel und teilweise auf Lehmboden erbaut. Sturmböen und Regenfälle können demnach die Unterkünfte wegspülen.

Die Diakonie Katastrophenhilfe befürchtet verheerende Schäden. Der Wirbelsturm sei ungewöhnlich stark, teilte die evangelische Hilfsorganisation mit. Es stehe zu befürchten, dass es sich bei Fani um den schwersten Sturm in der Region der vergangenen 20 Jahre handeln könnte. Für die kommenden Tage würden zudem schwere Regenfälle erwartet, die Hochwasser und Überschwemmungen mit sich bringen könnten.

Hilfsorganisationen starten Nothilfe

Caritas international unterstützt Partnerorganisationen vor Ort nach eigenen Angaben mit Soforthilfen in Höhe von 100.000 Euro. Tausende Nothilfe-Pakete werden von der indischen Caritas in den betroffenen Regionen bereitgestellt, wie das katholische Hilfswerk mitteilte.

Erste Einschätzungen deuten darauf hin, dass der Zyklon in den ersten Stunden zwar massive Sachschäden, aber weniger Todesfälle verursacht hat als der letzte Zyklon dieser Kategorie vor 20 Jahren. Damals starben mindestens 10.000 Menschen. Nie zuvor gab es laut Caritas in der Region so frühzeitige Warnungen und Evakuierungen.

Unter der Zunahme von extremen Wetterereignissen leiden vor allem Kinder, wie die Kinderhilfsorganisation Unicef indes erläuterte. In Bangladesch leben laut einer Studie der Organisation 19 Millionen Kinder, die von Naturkatastrophen betroffen sind.

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