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Indiens Regierungspartei BJP - Modi-Partei gewinnt Parlamentswahl

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In der größten Demokratie der Welt wurden bei der Parlamentswahl mehr Stimmen abgegeben als die EU Bürger hat. Die Partei von Premierminister Modi fährt einen deutlichen Sieg ein.

Premierminister Narendra Modi.
Premierminister Narendra Modi.
Quelle: Manish Swarup/AP/dpa

Indiens Regierungspartei BJP von Premierminister Narendra Modi hat die Parlamentswahl in der bevölkerungsreichsten Demokratie der Welt deutlich gewonnen. Die Hindu-Nationalisten erreichten laut Wahlkommission eine absolute Mehrheit der 545 Sitze im Unterhaus des Parlaments.

Staatspräsident Ram Nath Kovind wird damit voraussichtlich Modi für eine zweite Amtszeit zum Regierungschef ernennen. Rund 900 Millionen Menschen waren wahlberechtigt. Die Wahlbeteiligung lag bei rund 67 Prozent.

Wahlen fast sechs Wochen lang

Es war die deutlichste Wiederwahl einer indischen Regierungspartei seit 1971. In mehr als 300 Wahlkreisen gewann nach den vorläufigen Zahlen die BJP (Bharatiya Janata Party - Partei des indischen Volkes) entweder oder lag in Führung. Sie schnitt damit voraussichtlich noch besser ab als bei der vorherigen Parlamentswahl im Jahr 2014. Damals hatte sie als erste Partei seit 30 Jahren eine absolute Mehrheit erreicht.

Indien ist mit etwa 1,3 Milliarden Einwohnern das zweitbevölkerungsreichste Land der Welt nach China. Es waren mehr Menschen wahlberechtigt als in der Europäischen Union und der USA zusammen leben. Es war in sieben Phasen über knapp sechs Wochen vom 11. April bis zum 19. Mai in etwa einer Million Wahllokale abgestimmt worden.

Die Wahl wurde als Referendum über Modi betrachtet. Seine populistische Politik spaltet das Land. Der 68-jährige Sohn eines Teeverkäufers vertritt die "Hindutva"-Bewegung, deren Anhänger eine Mehrheitsherrschaft der Hindus im der Verfassung zufolge säkularen Indien wollen. In seiner Amtszeit kam es häufig zu Gewalt von Hindus gegen Muslime und andere Minderheiten. Außerdem wird Modis Wirtschaftspolitik kritisiert - unter anderem, weil nicht annäherend die zehn Millionen neuen Arbeitsplätze pro Jahr entstanden, die er versprochen hatte.

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