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Nach Beben und Tsunami - Mehr als 1.400 Tote auf Sulawesi

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Indonesien kommt nicht zur Ruhe: Während die Zahl der Todesopfer durch Erdbeben und Tsunami auf mehr als 1.400 gestiegen ist, brach im Nordosten von Sulawesi ein Vulkan aus.

Völlig zerstört: Bewohner eines Dorfes auf Sulawesi begutachten die Verwüstungen, die Erdbeben und Tsunami hinterlassen haben.
Völlig zerstört: Bewohner eines Dorfes auf Sulawesi begutachten die Verwüstungen, die Erdbeben und Tsunami hinterlassen haben.
Quelle: AP

Die nationale Katastrophenschutzbehörde sprach am Mittwochmorgen von mehr als 1.400 Toten, die infolge von Erdbeben und Tsunami auf der indonesischen Insel Sulawesi ums Leben gekommen waren. Mehr als 2.500 Menschen wurden schwer verletzt und müssen deshalb im Krankenhaus behandelt werden. Mindestens 113 Menschen sind offiziell vermisst gemeldet.

"Wir erwarten, dass die Zahlen weiterhin steigen", sagte ein Sprecher der Katastrophenschutzbehörde. Denn auf Indonesiens viertgrößter Insel werden unter den Trümmern von Häusern und im Schlamm immer noch viele Leichen vermutet. Besonders schlimm betroffen ist die 350.000-Einwohner-Stadt Palu.

Karte von Palu auf der indonesischen Insel Sulawesi
Auf Sulawesi hatte am Freitag (28. September) das schwere Beben vor allem die Stadt Palu getroffen und einen Tsunami ausgelöst. Am Dienstag (2. Oktober) trafen zwei Nachfolgebeben die Insel Sumba südlich von Sulawesi; einen Tag später erschütterte ein Vulkanausbruch nden Nordosten von Sulawesi.
Quelle: ZDF

Vulkan Soputan bricht aus

Etwa 600 Kilometer Luftlinie nordöstlich von Palu liegt der Vulkan Soputan, der heute ausgebrochen ist. Über Opferzahlen dort ist bislang nichts bekannt; die indonesischen Behörden ordneten vorerst keine Evakuierungen an.

Der indonesische Vulkan Soputan spuckt am 3. Oktober 2018 Asche in den Himmel
Der indonesische Vulkan Soputan spuckt am 3. Oktober 2018 Asche in den Himmel
Quelle: reuters

Die Asche des Vulkans Soputan schoss am Mittwochmorgen (Ortszeit) knapp 6.000 Meter in die Höhe. Die Menschen im Umkreis wurden aufgerufen, das Gebiet zu meiden und für den Fall des Ascheregens Masken parat zu haben. Die Behörden warnten, dass die vulkanische Asche gefährlich für die Triebwerke von Flugzeugen sein könnte.

Diskussion über Zusammenhang mit Erdbeben

Experten diskutieren bereits darüber, ob es eine Verbindung zwischen den Erdbeben und dem Vulkanausbruch geben könnte. Der Leiter der indonesischen Vulkanologiebehörde, Kasbani, hält das für möglich: Es könne sein, dass das Beben den Ausbruch verursacht habe, sagte er dem Online-Portal Tempo.

Ein direkter Zusammenhang müsse sich aber erst zeigen, zumal der Soputan bereits seit August aktiver geworden sei. Der Geophysiker Nazli Ismail sagte dagegen, es gebe noch keinen konkreten Hinweis für eine Verbindung.

Häufiger Beben und Vulkanausbrüche

Indonesien liegt auf dem aus etlichen Vulkanen und Verwerfungen bestehenden Pazifischen Feuerring. Deshalb ist der Inselstaat sehr anfällig für Erdbeben und Vulkanausbrüche.

Am Freitag hatte die Erde in der Region um Palu, der Hauptstadt der Provinz Zentralsulawesi, mehrmals heftig gebebt. Einer der Erdstöße hatte eine Stärke von 7,5. In der Folge entstand ein Tsunami, dessen Wellen mancherorts eine Höhe von sechs Metern erreichten.

Indonesiens Präsident Widodo ist in das Katastrophengebiet auf der Insel Sulawesi gereist. Er verschaffte sich einen Überblick über die Folgen des schweren Tsunamis.

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