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Hilfe kommt nur schlecht durch - Todeszahl auf Sulawesi steigt auf über 1.500

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Eine Woche nach der Katastrophe erreicht die Opfer in Sulawesi endlich die dringend benötigte Hilfe. Noch immer werden viele Tote geborgen - an Überlebende glaubt niemand mehr.

Nach den Erdbeben und dem Tsunami auf der indonesischen Insel Sulawesi gibt es kaum noch Hoffnung, Überlebende zu finden. Die Zahl der Toten stieg auf mehr als 1.500.

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Nach Erdbeben und Tsunami in Indonesien ist die Zahl der Todesopfer noch einmal deutlich auf mehr als 1.550 gestiegen. Die nationale Katastrophenschutzbehörde vermutet noch etwa 160 Menschen unter den Trümmern - die Hoffnung, dass sie lebend geborgen werden könnten, geht inzwischen gegen null.

Die Bergungsarbeiten gehen dennoch weiter. Aus den Trümmern des eingestürzten Hotels "Roa Roa" in der besonders stark betroffenen 350.000-Einwohner-Hafenstadt Palu wurden am Donnerstag noch einmal acht Leichen gezogen. Zahlreiche weitere Menschen wurden vermutlich vom Schlamm eingeschlossen. Bei der Katastrophe hatte sich in zwei Stadtteilen von Palu die Erde in einen weichen Brei verwandelt - ein Phänomen, das als Bodenverflüssigung bekannt ist.

Scanner können Leben aufspüren

Am Freitagmorgen gab ein französisches Rettungsteam die Suche nach einem möglichen Überlebenden unter einem Hotel in Palu auf. Ein Lebenszeichen, das die Einsatzkräfte am Vortag mit High-Tech-Scannern entdeckt hatten, sei nicht noch einmal gefunden worden. Die Sensoren können Atmung und Herzschläge unter Betontrümmern aufspüren; dennoch können Gaslecks und andere Faktoren zugleich auch falschen Alarm auslösen.

Karte von Palu auf der indonesischen Insel Sulawesi
Karte von Palu auf der indonesischen Insel Sulawesi, das am stärksten betroffen war. Folgebeben gab es südlich von Sulawesi bei Sumba; am Donnerstag brach der Vulkan Soputan aus. Quelle: ZDF

Lokale Rettungskräfte suchen dennoch weiter an der Unglücksstelle. Zudem konnte in Palu die Stromversorgung inzwischen zumindest teilweise wiederhergestellt werden.

Hilfe erreicht die Leute nur schwer

Seit Donnerstag erreichen allmählich internationale Hilfsgüter die Insel. Bis Freitagabend wurden 20 Flugzeuge aus elf Ländern erwartet. Hilfe komme zwar an, wegen der zerstörten Infrastruktur könne sie aber noch nicht alle bedürftigen Menschen erreichen, räumte ein Sprecher der Katastrophenschutzbehörde ein. Das Militär hilft bei der Verteilung der Hilfsgüter. Unter den Bewohnern Sulawesis hat sich Wut breit gemacht - für viele reagieren die indonesischen Behörden zu langsam auf die Katastrophe.

Indonesien nimmt nach Angaben des Katastrophenschutzes ausländische Hilfe nur in Form von Lufttransport, Zelten, Wasseraufbereitungsanlagen, Generatoren und medizinischer Unterstützung an.

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