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Über 400 Tote - Indonesien: Tsunami-Gefahr nicht gebannt

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Langsam herrscht Klarheit über das Ausmaß der Tsunami-Katastrophe in Indonesien. Mehr als 400 Menschen kamen ums Leben. Die Gefahr ist allerdings noch nicht vorbei.

Nach dem verheerenden Tsunami mit mehr als 400 Toten suchen indonesische Rettungskräfte weiter nach Opfern und Überlebenden. Sintflutartige Regenfälle erschweren die Hilfsarbeiten.

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Nach dem Tsunami in Indonesien mit mindestens 430 Toten warnen Experten vor weiterer Gefahr. Der Vulkan Anak Krakatau, dessen Ausbruch indirekt den Tsunami ausgelöst hatte, ist weiter aktiv. Indonesiens Behörde für Klimatologie und Geophysik (BMKG) warnte am Mittwoch die Bevölkerung, sich von Küstengebieten fernzuhalten. Heftiger Regen und hoher Wellengang erhöhen das Risiko für die Bewohner weiter. "Meiden Sie Küstengebiete von 500 Meter bis ein Kilometer landeinwärts", sagte BMKG-Chefin Dwikorita Karnawati.

Mindestens 430 Tote

Nach neuen offiziellen Angaben kamen bei dem Tsunami am Samstag 430 Menschen ums Leben, knapp 1.500 wurden verletzt. 159 Menschen wurden noch vermisst, sagte der Sprecher der Katastrophenschutzbehörde, Sutopo Purwo Nugroho. Knapp 22.000 Menschen mussten aus ihren Häusern flüchten.

In der schwer zu erreichenden Westspitze der Insel Java sind Helfer mit schwerem Bergegerät noch immer auf der Suche nach Opfern. Der Tsunami hatte Straßen und Brücken zerstört und die Dörfer von der Umwelt abgeschnitten.

Karte von Indonesien mit dem Vulkan Anak Krakatau
Der Vulkan Anak Krakatau liegt zwischen den Inseln Java und Sumatra rund 50 Kilometer von der Küste entfernt.
Quelle: ZDF

Keine Hinweise auf deutsche Opfer

Auslöser des Tsunamis war nach offiziellen Angaben eine Eruption des in der Sundastraße zwischen den Inseln Java und Sumatra rund 50 Kilometer von der Küste entfernten Vulkans Anak Krakatau. Die Erschütterung hatte demnach zu einem Erdrutsch geführt, der dann den Tsunami auslöste. Die Flutwelle traf insgesamt fünf Bezirke auf Java und Sumatra.

In den betroffenen Gebieten schwappte der Tsunami auf einer Länge von mehr als 310 Kilometern bis zu 500 Meter landeinwärts. Am schlimmsten betroffen ist der Bezirk Pandeglang, der vor allem bei einheimischen Touristen beliebt ist. "Wegen des langen Wochenendes waren viele Urlauber dort", sagte Nugroho. Nach Angaben des Auswärtigen Amtes in Berlin vom Mittwoch gibt es weiterhin keine Hinweise auf deutsche Opfer.

Gedenken an Tsunami vor 14 Jahren

Gedenken an die Opfer des Tsunami 2004
Auf einem Friedhof für die Tsunami-Opfer gedenken Muslime den Toten von 2004.
Quelle: reuters

Die Katastrophe weckt Erinnerungen an den verheerenden Tsunami, der am 26. Dezember 2004 Indonesien und andere Teile Südostasiens heimsuchte. Damals starben allein in der indonesischen Provinz Aceh mehr als 200.000 Menschen.

Dort gedachten Tausende Muslime der Katastrophe vor 14 Jahren mit Gebeten und einer Schweigeminute. Ein Parlamentsabgeordneter aus Aceh forderte, den 26. Dezember zum nationalen Gedenktag für die Tsunami-Opfer und zugleich zum Tag der "Katastrophenprävention" zu erklären. Dadurch sollte den Indonesiern bewusst bleiben, dass ihr Land im "Pazifischen Feuerring" mit seinen 450 Vulkanen liege, sagte Muhammad Nasir Djamil indonesischen Medien.

Das indonesische Archipel als Teil des "Pazifischen Feuerrings" ist immer wieder Schauplatz von Naturkatastrophen. Schwere Erdbeben verwüsteten im Juli und August Teile der Insel Lombok. Auf Sulawesi starben im September mehr als 2.000 Menschen durch eine Doppelkatastrophe aus Erdbeben und Tsunami. An jedem sechsten der 120 indonesischen Vulkanen werden derzeit seismische Aktivitäten registriert.

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