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Laut Innenministerium - Zahl der rassistischen Attacken sinkt

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Weniger Angriffe mit fremdenfeindlichem Hintergrund verzeichnet das Innenministerium. Für die Linkspartei aber kein Anlass, das Problem auf die leichte Schulter zu nehmen.

Eine Frau läuft durch eine Flüchtlingsunterkunft in Dresden
Die Angriffe auf Flüchtlingsheime (im Bild eine Unterkunft in Dresden) ist gesunken, aber das Problem ist nicht verschwunden.
Quelle: dpa

Bei rassistisch motivierten Angriffen auf Flüchtlinge und Asylbewerberheime zeichnen sich in diesem Jahr insgesamt sinkende Zahlen ab. Dies geht aus einer Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine parlamentarische Anfrage der Linksfraktion im Bundestag hervor. Demnach waren Flüchtlingsunterkünfte in Deutschland in den ersten drei Quartalen dieses Jahres knapp hundertmal das Ziel von Überfällen oder Sachbeschädigungen.

Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es noch mehr als 140 Angriffe gewesen, wie die Linken-Abgeordnete Ulla Jelpke unter Bezug auf frühere Antworten der Bundesregierung in Berlin erklärte. Bei der überwiegenden Zahl dieser Taten gehen die Ermittler von einem rechtsextremen Hintergrund aus.

Jelpke: Kein Grund nachzulassen

Von Januar bis September 2019 wurden den Angaben zufolge deutschlandweit tausendmal Flüchtlinge außerhalb von Unterkünften attackiert, beleidigt oder bedroht. Auf der Liste findet sich auch der versuchte Mord im osthessischen Wächtersbach, wo im Juli ein Eritreer niedergeschossen und schwer verletzt wurde. In den ersten drei Quartalen 2018 waren noch 1.504 Delikte aktenkundig geworden, die sich gegen Flüchtlinge richteten.

Die Linken-Politikerin Jelpke warnte gleichwohl davor, "die rassistische Alltagsgefahr durch Nazis" aus dem Blick zu verlieren. Sie fordert mehr finanzielle Unterstützung vom Bund für Beratungsstellen gegen Rechtsextremismus und für Opfer rechter und rassistischer Gewalt.

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