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Unternehmerin Diana Kinnert - Innovationskraft statt nationaler Scheinlösungen

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"Irritiert" von Kramp-Karrenbauer und mit klaren Forderungen an ihre Partei zeigt sich Unternehmerin und CDU-Mitglied Diana Kinnert im Interview mit dem ZDF heute journal.

Diana Kinnert, CDU-Mitglied und Publizistin, erklärt zur CDU-Vorsitzenden und zur Debatte über YouTuber: Sie hätte sich „demutsvolle Worte in Richtung eigenem Versagen“ von Annegret Kramp-Karrenbauer gewünscht.

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Im Interview mit dem ZDF heute journal hat sich Diana Kinnert, Gründerin des Jugendbeirats der Konrad-Adenauer-Stiftung und CDU-Mitglied, irritiert über die Aussagen der CDU-Parteivorsitzenden Annegret Kramp-Karrenbauer gezeigt. Sie seien nicht eindeutig juristisch als Angriff auf Presse- und Meinungsfreiheit zu verstehen, jedoch hätte sie sich in der Wahlanalyse demütige Worte in Richtung "eigenes Versagen" gewünscht.

Bei Groko ist "Zukunftslust abhandengekommen"

Als Versagen sehe sie ein "Ausfransen der politischen Mitte" und dass die Jugend nicht mehr von der bürgerlich-liberalen Volkspartei angefasst werde. Kinnert habe natürlich nicht das "eine Rezept", kann sich aber verschiedene Versäumnisse denken. Zwar hätten sich die Parteien der Großen Koalition nach den gescheiterten Jamaika-Verhandlungen verantwortungsbewusst gezeigt, jedoch sei bei der "unangenehmen Lösung" die Zukunftslust ein bisschen abhandengekommen.

Von ihrer CDU fordert sie gesellschaftsliberaler und innovativer zu werden. Die Jugend erwarte pragmatische, nüchterne und liberale Problemlösungen. "Das scheint nicht durchzukommen", kritisiert sie.

Kinnert hält nichts von "nationalen Scheinlösungen"

Die Grünen würden im Moment von einer Verheißung profitieren, die sie in Regierungsverantwortung noch nie richtig durchsetzen mussten. "Ich glaube, dass die realen Klimaeffekte von Plastikverboten und von Diesel-Fahrverboten in Innenstädten relativ gering sind", machte sie deutlich. Klimaschutzpolitik funktioniere global und hätte etwas mit digitaler Infrastruktur und Kapitalbeschaffung für grüne Start-Ups zu tun. Zudem müssten Handelsabkommen klug ausdifferenziert und die Außen- und Entwicklungspolitik verbessert werden, "weil da die großen Fresser von CO2 sitzen", erläutert Kinnert Optimierungsvorschläge.

Deutschland dürfe sich nicht auf populistische Art und Weise auf nationalistische Scheinlösungen einlassen, die sozial gar nicht kompatibel seien. Es sei vielmehr die Frage wie man durch Innovationskraft und Zukunftslust im Start-Up-Bereich, durch nachhaltiges Bauen, durch Mobilitätsstrategien und nachhaltigen Städtebau die Bevölkerung einladen könne, statt ihr moralisch etwas aufzuzwingen.

Junge Zielgruppen mehr einbeziehen

Der Trend geht laut Kinnert dahin, dass sich junge Menschen nicht mehr in Parteien engagieren würden, obwohl diese das wichtigste Vehikel im Parlamentarismus seien. Von den Parteien fordert sie, ihre Strukturen aufzubrechen, junge Leute einzuladen und Zielgruppen zuzulassen, die unterrepräsentiert sind. Sie sollten auf Augenhöhe ihre eigene Lebenswirklichkeit, Interessen und Vorhaben setzen dürfen.

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