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Massive Sicherheitslücke - Intel warnt vor seinen Updates

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Anfang Januar wurde eine massive Sicherheitslücke in Computer-Prozessoren bekannt. Mit Sicherheits-Updates wollte Intel die Lücke stopfen - und warnt jetzt vor deren Installation.

Archiv: Intel i7-7700k Computer Prozessor auf einer Hauptplatine (Motherboard), aufgenommen am 22.03.2017
Quelle: imago

Der US-Konzern Intel hat einen Rückschlag beim Stopfen der schwerwiegenden Sicherheitslücken "Meltdown" und "Spectre" in Computer-Prozessoren erlitten. Der Branchenriese empfahl allen Unternehmen und Verbrauchern, seine bisherigen Updates nicht zu installieren. Sie könnten zu häufigen Neustarts "und anderem unvorhersagbarem Verhalten" führen, hieß es in einem Blogeintrag.

Weitere Details über künftige Updates würden im Verlauf der Woche erwartet, teilte Intel mit. "Wir rufen unsere Partner in der Industrie auf, ihre Anstrengungen auf frühere Update-Versionen zu konzentrieren, so dass wir die Veröffentlichung beschleunigen können", schrieb Intel-Manager Navin Shenoy in dem Blog.

Probleme mit Neustarts

Als Intel vor gut zehn Tagen die Probleme mit wiederholten Neustarts einräumte, hatte der Konzern noch erklärt, zumindest Verbraucher sollten die Software-Updates weiterhin installieren. Kunden hatten sich allerdings beschwert, dass die Sicherheits-Updates Computer verlangsamten.

Forscher hatten Anfang Januar über Schwachstellen in verschiedenen Computerchips berichtet, über die Hacker an vertrauliche Nutzerdaten von PCs, Smartphones und anderen Geräten gelangen könnten. Betroffen sind unter anderem Intel, Advanced Micro Devices (AMD) sowie ARM Holdings.

Die Schwachstelle steckt in einem branchenweit angewendeten Verfahren, das die Chips schneller machen sollte. Deswegen sind Prozessoren verschiedenster Hersteller anfällig. Intel-Chips waren aber auf breiter Front betroffen.

Experten: Verwundbare Systeme weiter im Umlauf

Intel erklärte daraufhin, es arbeite gemeinsam mit AMD und ARM daran, einen industrieweiten Ansatz zur schnellen und konstruktiven Lösung des Problems zu entwickeln. Nach der Entdeckung der massiven Sicherheitslücke und angesichts möglicher Sammelklagen war Konzernchef Brian Krzanich vor der Eröffnung der Elektronikmesse CES in Las Vegas zunächst in die Offensive gegangen.

Bislang deute nichts darauf hin, dass es durch die Schwachstellen zu Datenverlust gekommen sei, erklärte er. Die Auswirkungen seien durch eine "bemerkenswerte" Zusammenarbeit in der Technologiebranche eingegrenzt worden. Sicherheitsexperten befürchten indes, dass ungeachtet funktionsfähiger Updates noch längere Zeit verwundbare Systeme im Umlauf sein könnten - etwa weil nicht alle Rechner oder Smartphones mit aktuellen Betriebssystem-Versionen ausgestattet seien.

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