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MH17-Abschuss: Vier Rebellen beschuldigt

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Niederländische Justiz - MH17-Abschuss: Vier Rebellen beschuldigt

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Ein von den Niederlanden geleitetes internationales Ermittlerteam hält drei Russen und einen Ukrainer für den Abschuss von Flug MH17 verantwortlich. Es wurden Haftbefehle erlassen.

Internationale Ermittler haben in vier Fällen Mordvorwurf wegen des Abschusses von Flug
MH17 über der Ostukraine erhoben. Die Männer werden des Mordes in 298 Fällen beschuldigt, teilten die Ermittler am Mittwoch in Nieuwegein bei Utrecht mit. Der Strafprozess soll am 9. März 2020 in den Niederlanden beginnen, erklärten die Leiter der Ermittlungen.

Ermittler: Rakete stammt aus Russland

Die Maschine der Malaysia Airlines war am 17. Juli 2014 über der Ostukraine von einer Luftabwehrrakete abgeschossen worden. Die meisten Opfer waren Niederländer. Die prorussischen Separatisten sollen laut den Ermittlern verantwortlich dafür sein, dass die Luftabwehrrakete aus Russland in die Ostukraine transportiert worden sei.

Karte: Ukraine - Donbass (MH17-Abschuss)
Die Maschine der Malaysia Airlines war am 17. Juli 2014 über der Ostukraine von einer Luftabwehrrakete abgeschossen worden.
Quelle: ZDF

Russland kritisierte die Ermittlungen als einseitig. "Russland hatte keine Möglichkeit, an den Ermittlungen zu dieser furchtbaren Katastrophe teilzunehmen, obwohl wir das von Anfang an angeboten hatten", sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow. Die von Russland unterstützten Separatisten wiesen erneut kategorisch zurück, dass Russland etwas mit dem Abschuss zu tun habe. "Die Rebellen haben mit dieser Katastrophe nichts zu tun - weder ich noch andere", sagte der Hauptbeschuldigte Igor Girkin, genannt Strelkow, der Agentur Interfax am Mittwoch. Es habe nicht einmal die technische Möglichkeit gegeben, das Buk-System von Russland in den Donbass zu transportieren, sagte Andrej Purgin. Er bezeichnet sich als Vize-Regierungschef in der selbst ernannten Volksrepublik Donezk.

Rebellen beschuldigen Ukrainer

Das für den Abschuss benutzte Buk-System stamme vielmehr aus den Beständen der ukrainischen Streitkräfte. "In Donezk gab es einfach niemanden, der das hätte bedienen können", sagte Purgin weiter. Die Anschuldigungen seien daher absurd. Vielmehr habe die Ukraine das Personal gehabt, um das System zu bedienen. "In Russland werden die Anlagen praktisch schon nicht mehr benutzt", sagte Purgin.

Bereits vor einem Jahr hatten die Ermittler bekannt gegeben, dass die Maschine über der Ostukraine mit einer Luftabwehrrakete des Typs Buk abgeschossen worden war. Das Waffensystem stammte den Ermittlern zufolge von einer Brigade der russischen Armee.

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