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Internationale Reaktionen auf Kim - "Schritt in die richtige Richtung"

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Vom "Hoffnungsschimmer" bis zum "historischen Meilenstein" - das geplante Treffen von Kim Jong Un und Donald Trump wurde international begrüßt. Experten raten zur Vorsicht.

Die US-Zölle auf Stahl und Aluminium sind auch Gesprächsthema auf der Internationalen Handwerksmesse in München. Reaktionen aus Politik und Wirtschaft.

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Die Beziehung von US-Präsident Donald Trump und dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un kann vorsichtig als vorbelastet bezeichnet werden. Die öffentlichen Äußerungen der beiden über den jeweils anderen waren bisher hauptsächlich von Beleidigungen und Drohungen geprägt. Umso überraschender kam die Ankündigung, man wolle sich nun treffen, um über die Atomwaffen zu sprechen. Die internationale Politik reagierte positiv.

Merkel sieht "Hoffnungsschimmer"

Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte dazu, "es wäre natürlich wunderbar, wenn wir hier eine Entspannung erleben würden". Diesen "Hoffnungsschimmer" führte sie auf die internationalen Sanktionen zurück, mit denen Druck auf Nordkoreas Führung ausgeübt werden sollte. Südkoreas Präsident Moon Jae-In ging noch weiter und sprach für den Fall eines tatsächlichen Treffens von einem "historischen Meilenstein, um Frieden auf der koreanischen Halbinsel zu schaffen".

Auch China und Russland begrüßten das Treffen. Der russische Außenminister Sergej Lawrow wies darauf hin, dass die beiden Länder mehrfach zu solchen Gesprächen aufgerufen hätten, um Spannungen abzubauen. Die Entscheidung zu dem Treffen sei "ein Schritt in die richtige Richtung". Der Pekinger Außenamtssprecher Geng Shuang zeigte sich ebenfalls "sehr erfreut, dass sich Nordkorea und die USA zu diesem Schritt entschieden haben" und sicherte uneingeschränkte Unterstützung bei der Problemlösung durch den Dialog zu.

Kim und Trump auf Augenhöhe?

Bei Experten stößt das Vorhaben allerdings auf deutliche Skepsis. Evan Medeiros, ehemaliger Asien-Berater Barack Obamas, warnte, das Treffen gebe Kim "einen gleichwertigen Status" wie Trump. "Es bestärkt seine Bemühungen, Nordkorea als de-facto-Atommacht anerkennen zu lassen." Die Legitimität von Kims Regime werde dadurch vergrößert.

Jeffrey Lewis vom Middlebury Institute of Strategic Studies zweifelt an einer von Trump auf Twitter erhofften "Denuklearisierung" Nordkoreas. "Kim lädt Trump nicht ein, um ihm Nordkoreas Waffen zu übergeben." Er wolle damit vielmehr demonstrieren, "dass seine Investitionen in Atomwaffen und Raketen die USA dazu gezwungen haben, ihn als gleichwertig zu behandeln".

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