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Internationale Zone - Assad lehnt Syrienplan von AKK ab

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Die deutsche Verteidigungsministerin will mit einer internationalen Zone die Lage in Nordsyrien stabilisieren. Syriens Machthaber Assad hält davon wenig.

Baschar al-Assad im syrischen Staatsfernsehen.
Baschar al-Assad im syrischen Staatsfernsehen.
Quelle: -/SANA/dpa

Syriens Präsident Baschar al-Assad hat den Vorschlag von Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) für eine internationale Sicherheitszone im Norden des Landes abgelehnt.

Bei dem deutschen Vorschlag sei es darum gegangen, die Sicherheit in der Region unter internationaler Schirmherrschaft wieder herzustellen, sagte Assad in einem Interview des syrischen Staatsfernsehens. Damit wäre verfestigt worden, dass das Gebiet außerhalb der Kontrolle des syrischen Staates liege und das Land geteilt sei.

Kramp-Karrenbauer, die auch CDU-Vorsitzende ist, hatte eine von UN-Truppen gesicherte Schutzzone in Nordsyrien vorgeschlagen. Vergangene Woche hatte sie den Plan, den sie in der Koalition nicht abgestimmt hatte, bei einem Nato-Treffen vorgestellt. Öffentlich hat sich aber noch kein Land dahinter gestellt.

Assad schließt Krieg mit Türkei nicht aus

Die Türkei war vor rund drei Wochen in Syrien einmarschiert, um die von ihr als Terrororganisation angesehene Kurdenmiliz YPG zu verdrängen. Zuvor hatten die bislang mit den Kurden verbündeten US-Truppen mit ihrem Abzug aus dem Gebiet begonnen. Die Türkei und Russland haben sich inzwischen darauf verständigt, das nordsyrische Grenzgebiet zur Türkei gemeinsam zu kontrollieren. Erdogan will dort ein bis zwei Millionen Flüchtlinge aus der Türkei ansiedeln.

Assad schloss einen Krieg mit der Türkei nicht aus, sollten deren Truppen in Syrien bleiben. In der nahen Zukunft müsse ein politischer Prozess Raum bekommen. "Wenn er (Erdogan) nicht geht, nachdem wir alle möglichen politischen Maßnahmen ausgeschöpft haben, dann wird es keine andere Wahl als Krieg geben, das ist offensichtlich." Erdogan sei ein "Dieb", der jeden belüge und erpresse.

Syrischer Staatschef zweifelt an Tod von IS-Chef Bagdadi

Der syrische Staatschef nannte Donald Trump den besten US-Präsidenten, nicht weil seine Politik gut sei, sondern weil er der transparenteste sei. "Trump redet in aller Offenheit. Er sagt: Wir wollen das Öl. Das ist die Realität der amerikanischen Politik, zumindest seit dem Zweiten Weltkrieg", erklärte Assad.

Er äußerte zugleich Zweifel, dass IS-Chef Abu Bakr al-Bagdadi vom US-Militär wirklich getötet worden ist. "Wir wissen nicht wirklich, ob es eine Operation gegeben hat oder nicht", sagte er. "Warum sind die (sterblichen) Überreste Al-Bagdadis nicht gezeigt worden?" Das sei Teil "der Tricks" der Amerikaner. "Deswegen sollten wir nicht alles glauben, was sie sagen, bis sie mit dem Beweis kommen."

Spezialkräfte des US-Militärs hatten Al-Bagdadi vergangenes Wochenende in einem Gehöft im Nordwesten Syriens aufgespürt. Dort zündete er eine Sprengstoffweste. Der IS bestätigte am Donnerstag den Tod seines Anführers und gab den Namen seines Nachfolgers bekannt.

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