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Interreligiöser Dialog im Fokus - Papst in Arabien eingetroffen

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Papst Franziskus ist zum ersten Besuch eines katholischen Kirchenoberhaupts auf der Arabischen Halbinsel eingetroffen.

Mit dem Ziel, den Dialog zwischen Christen und Muslimen zu fördern, reist Papst Franziskus als erstes katholisches Kirchenoberhaupt auf die arabische Halbinsel.

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Der Papst ist in Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten eingetroffen. Als erster Papst überhaupt besucht Franziskus die Arabische Halbinsel. Er wurde von Kronprinz Mohammed bin Said Al Nahjan begrüßt.

Seine zentrale Rede hält der Papst bei einer interreligiösen Konferenz am Montag. Zudem will er am Dienstag im größten Stadion des Landes mit katholischen Gläubigen eine Messe feiern. In den Emiraten leben etwa 900.000 Katholiken. Kurz vor seiner Reise hatte der Papst auf den Krieg im Jemen hingewiesen.

"Tiefe brüderliche Beziehung"

Die Konferenz zum interreligiösen Dialog wird vom Muslimischen Ältestenrat veranstaltet. Dieser Rat ist eine Initiative des Großimams der Al-Azhar-Moschee in Kairo, der höchsten geistlichen Autorität des sunnitischen Islams. Franziskus wird in Abu Dhabi zum fünften Mal mit Großimam Scheich Ahmed Al Tajeb zusammentreffen. Damit setzt sich die Normalisierung der Beziehungen zwischen Islam und Vatikan fort, die 2006 von Äußerungen von Franziskus' Vorgänger Benedikt XVI., die den Islam mit Gewalt in Verbindung brachten, einen Rückschlag erlitten hatten.

In einer von Al-Aschar am Samstag herausgegebenen Erklärung wurde das Treffen von Papst und Großimam als "historisch" angekündigt und die "tiefe brüderliche Beziehung" der beiden Männer betont. Beide werden am Montag auf der Konferenz sprechen, die Teil des von den Emiraten ausgerufenen "Jahrs der Toleranz" ist.

Teilnehmer sind neben Muslimen und Christen auch Juden, Buddhisten und Hindus. Rund zehn Prozent der Einwohner der Emirate sind Christen. Es wird erwartet, dass aus diplomatischer Rücksichtnahme einige Probleme zumindest in der Öffentlichkeit nicht angesprochen werden. Das sind unter anderem die Unterstützung der Emirate für die saudisch geführte Allianz im jemenitischen Bürgerkrieg sowie Menschenrechtsverletzungen und Arbeitsbedingungen in den Emiraten.

"Bevölkerung ist ausgelaugt vom langen Konflikt"

Unmittelbar vor der Abreise rief Franziskus zu einer Lösung der humanitären Krise im Jemen auf. Der bewaffnete Konflikt hat das ohnehin arme arabische Land an den Rand einer Hungerkatastrophe gebracht. Die Lage dort gilt als derzeit größte humanitäre Krise der Welt. Der Papst bat die Pilger auf dem Petersplatz, mit ihm für "diese hungrigen Kinder" zu beten. Medizin und Lebensmittel erreichten viele nicht, die in Todesgefahr schwebten. "Die Bevölkerung ist ausgelaugt vom langen Konflikt und sehr viele Kinder leiden Hunger, aber es ist nicht möglich, an Lebensmittelvorräte zu gelangen", so Franziskus. "Die Schreie dieser Kinder und ihrer Eltern" stiegen zu Gott auf, sagte er.

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