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Konkurrenten um die Macht - So reagieren Irans Gegenspieler

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Israel und Saudi-Arabien sind die beiden großen Gegenspieler in der Region.unterschiedlich damit um.

Demonstranten am 30.12.2017 in Teheran
Demonstranten Ende Dezember in Teheran: Finden sie das Lob aus Israel gut? Quelle: ap

Beide Länder hoffen auf einen Wandel in der Islamischen Republik und darauf, dass ein Konkurrent um die Vormachtstellung in der Region entscheidend geschwächt wird. Doch während der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu die iranischen Demonstranten offen und direkt anspricht, hält sich die saudi-arbische Seite bislang bedeckt.

Saudi-Arabien wie Israel betrachten Iran als Bedrohung und bezweifeln dessen Zusicherungen, die Atomenergie nur friedlich nutzen zu wollen. Auch das Programm für Langstreckenraketen sorgt für Unruhe. Saudi-Arabien hat in Vergangenheit stets versucht, Irans Einfluss in der Region einzudämmen, bislang aber mit wenig Erfolg. Das Königreich wirft Iran auch vor, schiitische Rebellen im Jemen zu unterstützen. Dennoch hat Saudi-Arabien bislang nur abwartend und indirekt reagiert.

Video an die Adresse der Demonstranten

Ganz anders Israel: Schon am Montag wurde ein Video veröffentlicht, in dem Regierungschef Netanjahu den Mut der Demonstranten lobt, für die Freiheit auf die Straße zu gehen. Er kritisierte das "grausame Regime" Irans, das Milliarden von Dollar dafür ausgebe, "Hass zu verbreiten". "Das Regime versucht verzweifelt, Hass zwischen uns zu säen", sagte Netanjahu. "Aber sie werden nicht Erfolg haben."

Israel hat mehrere Kriege gegen die libanesische Hisbollah-Miliz und die palästinensische Hamas geführt, die beide von Iran unterstützt werden. Außerdem hat es mutmaßliche iranische Waffenlieferungen für die Hisbollah angegriffen.

Vorwurf: Sie schüren die Proteste

Der Oberste Führer Irans, Ajatollah Ali Chamenei, hat den "Feinden des Landes" vorgeworfen, die Proteste zu schüren, die vor einer Woche wegen eines Anstiegs von Lebensmittelpreisen ausgebrochen waren und sich seitdem ausgeweitet haben. Damit meinte er vor allem die USA, aber auch Saudi-Arabien und Israel. Alle drei Staaten sind seit langem gegen die theokratische, von Geistlichen geführte Regierung in Iran und an einem demokratischen Wandel dort interessiert.

Welchen Einfluss ausländische Erklärungen auf die Demonstranten in Iran tatsächlich haben, ist schwer einzuschätzen. Jedenfalls hält sich Saudi-Arabien im Gegensatz zu Israel damit bislang zurück - womöglich auch, um Chamenei nicht weitere Argumente zu bieten.

Saudi-Arabien ist in Iran nicht beliebt

Denn viele Iraner halten wenig von Saudi-Arabien oder dessen ultrakonservativer sunnitischer Auslegung des Islam, in der Schiiten schlecht wegkommen. Saudi-Arabien strebt womöglich an, dass die US-Regierung unter Donald Trump die diplomatische Führung übernimmt und entweder die Sanktionen verstärkt oder über die Vereinten Nationen handelt.

In regierungsnahen Medien vermitteln saudi-arabische Kommentatoren vom Staat gebilligte Ansichten zu den Protesten. In einer Kolumne der Zeitung "Al-Riad" steht zu lesen, Iraner wollten "das Ende eines Regimes" und "ein neues Regime, das ihnen ihre Rechte gibt, ein würdevolles Leben zu leben, was sie verdienen". In der Zeitung "Okas" wurde die Ansicht veröffentlicht, der Versuch des Irans, seine Revolution nach 1979 ins Ausland zu exportieren, habe nun negative Auswirkungen für die schiitischen Geistlichen, die das Land regierten.

Die prominente Medienpersönlichkeit Abdelrahman al-Rasched, die dem saudi-arabischen Königspalast nahe steht, warnte vor Chaos in der Region. "Für Länder in der Region, vor allem arabische Länder, wäre das ideale Szenario, dass das Regime nicht zusammenfällt, aber dass es seine Außenpolitik ändert und seinen aggressiven Ansatz beendet", schrieb Al-Rasched in einer Kolumne, die auf pro-saudi-arabischen Webseiten auf Englisch und Arabisch veröffentlicht wurde.

Netanjahu geht es darum, sein Land und das iranische Volk als natürliche Verbündete darzustellen, die lediglich von den regierenden Geistlichen in Iran voneinander getrennt würden. Im vergangenen Jahr hat er mehrere Videos erstellt, in denen die iranische Öffentlichkeit angesprochen wird.

Wie groß ist der Einfluss?

"Wenn dieses Regime endlich fällt, und das wird es eines Tages, werden die Iraner und Israelis wieder einmal große Freunde sein. Ich wünsche den iranischen Menschen Erfolg bei ihrer noblen Suche nach Freiheit", sagte Netanjahu im neuesten Video, das auf Englisch mit Untertiteln in Farsi gezeigt wurde. Netanjahus Sprecher David Keyes ist sich sicher, dass "viele Iraner" sich diese Videos anschauen würden. Die großen Nutzerzahlen auf den diversen Seiten Netanjahus in sozialen Medien würden das belegen.

Widerspruch dazu gibt es von einem Kenner: Der in Iran geborene Dozent für iranische Angelegenheiten an der israelischen Hochschule Interdisziplinäres Zentrum, Meir Dschawedanfar, hält den Einfluss dagegen für minimal. "Der Mehrheit der Menschen im Iran wird es egal sein", sagte er.

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