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Drohnenangriff auf Ölraffinerie - Saudi-Arabien: Iran steckt hinter Angriffen

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Saudi-Arabien ist sich sicher: Der Angriff auf die Ölraffinerie ist aus dem Norden gekommen. Der Iran sei darin verwickelt. Zuvor hatte Trump weitere Sanktionen angekündigt.

Saudi-Arabien: Iran steckt "unzweifelhaft" hinter Angriffen auf Ölanlagen
Saudi-Arabien hat Trümmerteile und Videoaufnahmen vorgelegt, die eine Verwicklung des Irans in den Angriff auf Ölanlagen am Wochenende belegen sollen.
Quelle: Reuters

Der Angriff auf saudi-arabische Ölanlagen am Wochenende kam nach Darstellung der Streitkräfte des Königreichs aus Norden und wurde "zweifellos von Iran unterstützt". Militärsprecher Turki al-Maliki erläuterte das am Mittwoch auf einer Pressekonferenz nicht weiter, aber nördlich von Saudi-Arabien liegen Iran und Irak; Jemen, wo sich die schiitischen Huthis zu der Attacke bekannten, liegt im Süden.

Karte vom Jemen, Iran und Saudi Arabien mit den Ölfeldern in Bakiak und Churais
Karte vom Jemen, Iran und Saudi Arabien mit den Ölfeldern in Bakiak und Churais
Quelle: ZDF

Als Beweise zeigte der Sprecher Trümmerteile von "Drohnen und Marschflugkörpern", die seinen Angaben zufolge von der Angriffsstelle stammten. Es seien iranische Drohnen des Typs "Delta Wing" sowie "Ja Ali"-Marschflugkörper eingesetzt worden, erklärte der Sprecher. Der Angriff "kam nicht aus dem Jemen, trotz der Versuche des Irans, das so aussehen zu lassen", so der Sprecher. Die bei dem Angriff benutzten Drohnen seien außerhalb der Reichweite der Drohnen, die die Huthis benutzten. Bei dem Angriff auf die Ölraffinerie in Abkaik seien 18 Drohnen eingesetzt worden, bei der Attacke auf die Ölanlagen in Churais insgesamt sieben Marschflugkörper. Vier der Raketen hätten ihr Ziel erreicht, drei weitere seien vorher auf den Boden geschlagen.

US-Präsident Donald Trump hatte zunächst erklärt, die USA würden eine Antwort auf den Angriff geben, sobald definitiv geklärt sei, wer dafür verantwortlich ist. Später äußerte er sich dann aber zurückhaltender und sagte, er wolle einen militärischen Konflikt mit dem Iran möglichst vermeiden. Teheran hat dementiert, etwas mit den Drohnenangriffen zu tun zu haben, die die saudische Ölproduktion erheblich beeinträchtigten. Die iranische Regierung erklärte am Mittwoch, es werde unverzüglich Vergeltung geübt, sollte der Iran deswegen angegriffen werden.

Trump: "Wesentliche" Verschärfung der Sanktionen

Als Reaktion auf die Luftangriffe hatte Trump zuvor eine "wesentliche" Verschärfung der Wirtschaftssanktionen gegen den Iran angekündigt. Er habe seinen Finanzminister Steven Mnuchin angewiesen, diese Verschärfungen umzusetzen, teilte Trump am Mittwoch mit. Teheran hatte zuvor in einem höchst ungewöhnlichen direkten Schreiben an die US-Regierung beteuert, bei diesen Angriffen "keine Rolle gespielt" zu haben.

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Worin die neuen Iran-Sanktionen konkret bestehen sollten, war zunächst unklar. Trump äußerte sich dazu in seiner knappen Botschaft auf Twitter nicht. Der US-Präsident hatte bereits seit dem vergangenen Jahr massive Wirtschaftssanktionen gegen den Iran in Kraft setzen lassen, nachdem er aus dem internationalen Abkommen zur Begrenzung des iranischen Atomprogramms ausgestiegen war. Unter diesen Sanktionen leidet besonders der iranische Ölsektor.

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