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Schiff identifiziert - Iran: Halten ausländischen Öltanker fest

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Der Iran hat iranischen Medien zufolge den Öltanker "Riah" im Persischen Golf gestoppt. Der Tanker fährt unter panamaischer Flagge und habe angeblich Öl geschmuggelt.

Karte: Straße von Hormus
Der Öltanker soll in der Straße von Hormus gestoppt worden seien.
Quelle: ZDF

Der Iran hat nach eigenen Angaben einen ausländischen Öltanker im Persischen Golf festgesetzt und die Besatzung festgenommen. Die Revolutionsgarden (IRGC) hätten den Tanker mit angeblich einer Million Liter geschmuggeltem Öl in der Nähe der Straße von Hormus gestoppt und die zwölf ausländischen Crew-Mitglieder verhaftet, berichteten die IRGC am Donnerstag auf ihrem Webportal.

Wie auf einem Video zu sehen ist, das das iranische Auslandsfernsehen Press TV zeigte, handelt es sich dabei um den Öltanker "Riah", dessen Signal am vergangenen Wochenende plötzlich vor der iranischen Küste verschwand. Auf dem Video ist zu sehen, wie zwei Schnellboote die "Riah" umkreisen. Nach Angaben der Webseite "Marine Traffic" sendete der Öltanker zum letzten Mal am vergangenen Samstag seinen Standort südlich der iranischen Insel Keschm. Das Schiff wurde nach iranischen Angaben am Sonntag gestoppt.

Die Straße von Hormus zählt zu den wichtigsten Schifffahrtsrouten weltweit. Bereits in der vergangenen Woche hatte ein Zwischenfall mit einem britischen Tanker international Besorgnis ausgelöst. Britischen Angaben zufolge hatten dort drei iranische Boote versucht, ein britisches Handelsschiff an der Durchfahrt der Meerenge zu hindern. Eine Fregatte zwang sie jedoch zum Abdrehen. Teheran bestritt, in den Vorfall verwickelt zu sein. Seit Mai war es mehrfach zu Sabotageakten und Explosionen bei Öltankern in der Gegend gekommen.

Wem gehört die "Riah"?

Wem der mit 68 Metern Länge relativ kleine Öltanker derzeit gehört, ist unklar. Die "Riah" fährt unter der Flagge Panamas. Die Webseite "Marine Traffic" nennt als Eigentümer eine Firma aus den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE), einem der regionalen Gegenspieler des Irans. Eine Sprecherin des Unternehmens sagte der Deutschen Presse-Agentur, dass der Tanker bereits im vergangenen Jahr an eine andere Firma aus den VAE weiterverkauft worden sei, die ihrerseits das Schiff nach kurzer Zeit ebenfalls weiterverkauft haben will. Wie brisant der Fall ist, zeigte sich auch daran, dass die staatliche Nachrichtenagentur WAM berichtete, dass das Schiff weder von den Vereinigten Arabischen Emiraten betrieben werde, noch einer Firma in den VAE gehöre.

Der Iran wirft der Besatzung vor, illegal Öl geschmuggelt zu haben.
Der Einsatz sei im Einklang mit dem Kampf des Irans gegen Ölschmuggel im Persischen Golf erfolgt und im Vorfeld mit den zuständigen Behörden und der Justiz koordiniert worden, teilten die Revolutionsgarden mit. Der Tanker habe das geschmuggelte Öl südlich der iranischen Insel Lark von hiesigen Booten erhalten und es an ein anderes Schiff außerhalb der iranischen Gewässer liefern wollen, so die Revolutionsgarden.

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