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Kaum Hoffnung für Passagiere - Flugzeug in Iran abgestürzt

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Ein Flugzeug mit mehr als 60 Menschen an Bord ist in Iran abgestürzt. Keiner soll das Unglück überlebt haben, so ein Sprecher der Fluglinie. Die Airline gilt als unsicher.

Bei einem Flugzeugabsturz im Landesinnern des Iran sind alle 66 Menschen an Bord ums Leben gekommen. Dies bestätigte am Vormittag ein Sprecher der Fluglinie Aseman Airlines. Die Maschine des Typs ATR-72 war mit 60 Passagieren und sechs Crew-Mitgliedern an Bord auf dem Weg vom Flughafen Teheran-Mehrabad nach Yassudsch im Südwestiran.

Kurz vor der Kleinstadt Semirom prallte die Maschine gegen den Dena-Berg und stürzte ab. Rettungskräfte seien unterwegs, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Fars. Weitere Details zur Unglücksursache waren zunächst nicht bekannt.

Airline steht auf Schwarzer Liste der EU

Das Unternehmen Asemann Airlines steht auf einer aktuellen Schwarzen Liste unsicherer Fluggesellschaften der EU-Kommission. Im Iran hatte es in den vergangenen Jahren immer wieder schwere Flugzeugunglücke gegeben, für die häufig der schlechte technische Zustand der Maschinen verantwortlich gemacht wurde. In den vergangenen 15 Jahren kam es zu mindestens sechs schweren Crashs mit Hunderten Toten. Viele der Passagierflugzeuge, besonders die der kleineren Fluglinien, sind über 40 Jahre alt. Wegen der Sanktionen im Zusammenhang mit dem Atomstreit konnte der Iran jahrzehntelang keine neuen Maschinen kaufen.

Erst nach dem Atomdeal von 2015 mit den fünf UN-Vetomächten sowie Deutschland gab es neue Verträge mit Airbus, ATR und auch Boeing. Bisher wurden dem Iran nur ein Dutzend der neuen Maschinen übergeben.

Zahlreiche Abstürze in der Vergangenheit

Der bisher letzte Absturz ereignete sich im August 2014: Eine kleine Passagiermaschine des Typs Antonow 140 der iranischen Sepahan Airline verunglückte damals kurz nach ihrem Start auf dem Inlandsflughafen Mehrabad. Dabei kamen 37 Menschen ums Leben, 11 wurden verletzt. Im Januar 2011 starben 77 Menschen, als eine Passagiermaschine bei einer Notlandung während eines Schneesturms in Nordwest-Iran auseinanderbrach. Im Mai 2010 stürzte ein Passagierflugzeug mit 168 Menschen an Bord ab - es gab keine Überlebenden.

Im September 2006 fing eine Tupolew Tu-154 in der Pilgerstadt Maschad beim Landen Feuer, laut offiziellen Angaben starben 28 Menschen. Im Dezember 2005 kostete der Absturz eines Militärflugzeugs vom Typ Hercules C-130 über einem Wohngebiet von Teheran 108 Menschen das Leben. Im Februar 2003 verunglückte in einem Berggebiet im Südosten des Iran eine Militärmaschine des Typs Iljuschin-76 - die Zahl der Todesopfer wurde mit 275 angegeben.

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