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Irrfahrt durch Fußgängerzone - Essen: Wut über Abweisung war wohl Motiv

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Warum fuhr ein 19-Jähriger durch eine Essener Fußgängerzone? Die Ermittler vermuten, dass er wütend über eine Abweisung war.

Gebäude der Essener Staatsanwaltschaft. Archivbild
Gebäude der Essener Staatsanwaltschaft. Archivbild
Quelle: Bernd Thissen/dpa

Der 19-jährige Tadschike, der am Freitag einen länderübergreifenden Anti-Terror-Einsatz der Polizei ausgelöst hat, soll aus Wut über seine Abweisung in einer Bankfiliale gehandelt haben. Er sei abgewiesen worden, "weil er seinen Ausweis nicht dabei hatte", sagte eine Essener Staatsanwältin.

Daraufhin sei er wütend geworden und sei mit "deutlich überhöhter Geschwindigkeit" durch eine Essener Fußgängerzone gefahren. Verletzt wurde niemand. Gegen den Mann wird wegen versuchten Mordes ermittelt.

Großer Anti-Terror-Einsatz

Der Anti-Terror-Einsatz der Polizei war ausgelöst worden, weil die Ermittler zunächst nicht ausschließen konnten, dass der Tadschike aus Essen zu einer schon länger beobachteten Gruppe mutmaßlicher IS-Anhänger mit tadschikischen Mitgliedern gehörte. Befürchtet wurde laut Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf, dass die Tat in Essen der Auftakt für mehrere Anschläge sein könnte. Später stellten die Behörden aber fest, dass es keinen Zusammenhang zwischen dem Tadschiken aus Essen und der beobachteten Gruppe gab.

Bei dem Anti-Terror-Einsatz waren am Freitag und Samstag in elf Städten Objekte auf Waffen und Sprengstoff durchsucht worden. Elf Männer wurden festgenommen. Nachdem weder Waffen noch Sprengstoff gefunden wurde, wurden die Männer wieder freigelassen. Die bei den Durchsuchungen sichergestellten Computer und Datenträger würden weiter ausgewertet, sagte Oberstaatsanwalt Daniel Vollmert am Montag. Die Ermittlungen die Gruppierung wegen des Verdachts der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat dauerten an.

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