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Kampf gegen Terror - Iraks Premier: IS aus dem Land vertrieben

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Vor dreieinhalb Jahren überrannte die Terrormiliz IS große Teile Iraks. Nach Kämpfen sind die Extremisten nun vertrieben. Dass das nicht das Ende des IS ist, zeigt sich in Kirkuk.

Archiv: Soldaten der irakischen Armee am 10.07.2017 in Mossul
Archiv: Soldaten der irakischen Armee am 10.07.2017 in Mossul Quelle: epa

Die irakische Armee hat die Terrormiliz IS Premierminister Haidar al-Abadi zufolge aus ihrem letzten Zufluchtsort im Westirak vertrieben. Er bringe die gute Nachricht, dass die Wüstenregion im Westirak komplett von den Dschihadisten befreit sei und die Streitkräfte "die Grenze zu Syrien komplett kontrollieren", sagte Al-Abadi. "Dies ist ein großer Sieg, nicht nur für die Iraker, sondern auch für Araber, Muslime und die Welt."

Ungewissheit über IS-Anführer

Der IS hatte vor drei Jahren große Teile des Iraks und Syriens überrannt. Den Höhepunkt ihrer Macht erreichte die Miliz im Sommer 2014, nachdem sie die Großstadt Mossul in nur wenigen Stunden unter Kontrolle bringen konnte. IS-Anführer Abu Bakr al-Bagdadi ließ kurz danach ein "Islamisches Kalifat" ausrufen und machte sie selbst zum "Kalifen". Unklar ist, ob der IS-Chef noch lebt.

Die Dschihadisten seien nun im gesamten Irak militärisch besiegt, bestätigte auch General-Leutnant Abdul-Amir Jarallah, der für die Militäroperation in der westlichen Wüstenregion verantwortlich ist. Die Offensive wurde von Luftangriffen der US-geführten internationalen Koalition unterstützt. Der Koalition zufolge hat die Terrormiliz insgesamt mehr als 95 Prozent ihres einstigen Gebiets verloren. Bereits in den vergangenen Monaten war sie aus den Städten Mossul im Nordirak sowie Al-Rakka und Dair as-Saur in Syrien vertrieben worden.

Anschläge in Afghanistan

Nach den Niederlagen ist damit zu rechnen, dass die Extremisten untertauchen und verstärkt auf Terroranschläge sowie eine Guerilla-Taktik setzen, wie sie es bereits in der Vergangenheit getan hatten. Zudem konzentrierte sich ihre Aktivität zuletzt stärker auf andere Länder. So kam es etwa in Afghanistan mehrfach zu Anschlägen, zu denen sich die IS-Terrormiliz bekannte.

In der nordirakischen Stadt Kirkuk sprengten sich derweil fünf Selbstmordattentäter in die Luft, nachdem sie von Sicherheitskräften in einem Gebäude belagert wurden, wie ein Milizenführer berichtete. Es wird davon ausgegangen, dass sie dem IS angehörten. Die ölreiche Region werde weiterhin nach Widerstandsnestern durchsucht. Beobachter vermuten Terrorzellen im gesamten Land.

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