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Syrische Demokratische Kräfte - Letzte IS-Bastion Baghus in Syrien gefallen

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Die Terrormiliz Islamischer Staat soll ihre letzte Bastion in Syrien verloren haben. Der Ort Baghus sei befreit. Das teilten die Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) mit.

Zwei SDF-Kämpfer sitzen in einer Baggerschaufel, zwei weitere Männer stehen auf dem Bagger, Baghus, 20.03.19
Kämpfer der Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) in Baghus.
Quelle: Reuters

Der sogenannte Islamische Staat (IS) ist in Syrien offenbar militärisch geschlagen. Das verkündete der Sprecher der von den USA unterstützten Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF). Die letzte Bastion der Dschihadistenmiliz im syrischen Baghus sei gefallen. Das vom IS ausgerufene "Kalifat" sei "vollständig eliminiert".

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Damit hätte der Krieg gegen den IS in Syrien und im Irak nach fast fünf Jahren sein vorläufiges Ende erreicht. Die Extremisten waren im Sommer 2014 auf dem Höhepunkt ihrer Macht angekommen, als sie die nordirakische Millionenstadt Mossul überrennen konnten. Kurz darauf rief die Terrormiliz ein "Kalifat" unter Führung von IS-Chef Abu Bakr al-Bagdadi aus, der sich in einer Moschee Mossuls bei einer Freitagspredigt das bisher einzige Mal öffentlich zeigte.

IS hinterlässt großflächige Zerstörungen

Karte von Syrien mit Baghus
Karte von Syrien mit Baghus
Quelle: ZDF

Die Dschihadisten kontrollierten damals eine riesige Region, die sich über große Teile Syriens und des Iraks erstreckte. Mit dem Beginn der internationalen Militärintervention unter US-Führung verlor der IS sein Herrschaftsgebiet jedoch nach und nach. Mit Unterstützung aus der Luft brachten es lokale Bodentruppen unter ihre Kontrolle. Im Sommer 2017 konnte die irakische Armee Mossul nach monatelangen heftigen Kämpfen vollständig befreien. Im Herbst desselben Jahres verloren die Dschihadisten die nordsyrische Stadt Al-Rakka, die inoffizielle Hauptstadt des IS. Ende 2017 erklärte der Irak den militärischen Sieg über die Terrormiliz.

Zurück bleiben zerstörte Städte und Regionen, deren Wiederaufbau Milliarden kosten wird. In Baghus nahe der Grenze zum Irak waren bis zuletzt noch IS-Anhänger auf engstem Raum am Ufer des Euphrat-Flusses in einem Zeltlager eingeschlossen, wo sie sich in Gräben und Tunnel eingegraben hatten. Bis zum Schluss leisteten sie Widerstand. Auch IS-Chef Abu Bakr al-Bagadadi soll Medienberichten zufolge in Baghus gewesen, vor Beginn der kurdischen Offensive aber in die umliegenden Wüstengebiete geflohen sein.

In den vergangenen Wochen hatten Tausende IS-Kämpfer aufgegeben und sich den SDF-Truppen gestellt. Sie wurden in Gefangenenlager gebracht und verhört. Auch Zehntausende Zivilisten, darunter Angehörige der IS-Kämpfer, verließen den Ort. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte warf den Extremisten vor, Zivilisten als menschliche Schutzschilde zu missbrauchen.

Steht Abzug der US-Truppen bevor?

Ist der IS tatsächlich besiegt, wird auch ein baldiger Abzug der US-Truppen aus Syrien wahrscheinlicher, den US-Präsident Donald Trump im Dezember angekündigt hatte. Allerdings soll nach letzten Plänen des Weißen Hauses noch ein Truppenkontingent im Land bleiben. Die Abzugspläne Amerikas haben international massive Kritik ausgelöst. Militärs und Beobachter warnen, der IS sei trotz der Niederlage noch nicht besiegt und könne wieder erstarken. In einem vor einigen Wochen vom Pentagon veröffentlichten Bericht heißt es, der IS bleibe aktiv und könne in sechs bis zwölf Monaten wieder aufleben.

Bei einem US-Abzug droht auch ein Angriff der Türkei auf die Kurdenmiliz YPG, die die SDF anführt. Die Regierung in Ankara sieht in der Miliz einen Ableger der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK und hat sie als Terrororganisation eingestuft. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat eine Offensive gegen die YPG angekündigt.

Die Kurden kontrollieren in Nordsyrien ein großes Gebiet an der Grenze zur Türkei und haben dort eine Selbstverwaltung errichtet. Die YPG ist der wichtigste Verbündete der USA in Syrien. Unter Führung der Miliz konnten die SDF die größten Teile des IS-Gebietes in dem Bürgerkriegsland einnehmen, darunter wichtige Ölquellen.

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