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Motor ausgefallen - Israelische Mondlandung gescheitert

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Als viertes Land wollte Israel auf dem Mond landen, dann kam ein defekter Motor dazwischen. Es war das erste privat finanzierte Projekt dieser Art.

Start der Trägerrakte von Israel aus
Start der Trägerrakete mit der Raumsonde "Beresheet".

"Wir sind nicht erfolgreich gelandet", sagte ein Repräsentant der israelischen Nonprofit-Organisation SpaceIL am Donnerstagabend. Israel sei jedoch das siebte Land der Welt, dem es gelungen sei, in die Umlaufbahn des Mondes zu gelangen.

Nach Angaben von SpaceIL war der wichtigste Motor der Raumsonde "Beresheet" beim Landemanöver ausgefallen. Die Kommunikation mit der Sonde ging verloren.

Raumsonde Beresheet
Israels Raumsonde Beresheet im Februar dieses Jahres.
Quelle: dpa

"Grenzenlos stolz"

"Wir sind heute grenzenlos stolz", sagte der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu im Kontrollzentrum in Jahud nahe Tel Aviv kurz vor der misslungenen Landung. "Es ist noch ein wichtiger Schritt für die Menschheit und ein riesiger Schritt für Israel." Netanjahu sprach von einer "fantastischen Errungenschaft".

Die Sonde war seit knapp einer Woche um den Erdtrabanten gekreist und hatte dabei mehrere wichtige Manöver gemeistert. Die Landung im Bereich des "Meers der Heiterkeit", einem Mondmeer, steuerte sie dann vom optimalen Punkt aus an.

Israel: Jubel nach dem Start der Rakete
Jubel nach dem Start der Rakete - damals noch in der Hoffnung auf eine erfolgeiche Mission.
Quelle: dpa

Elon Musks Unternehmen war dabei

Die israelische SpaceIL wollte unter anderem einen Prototyp für künftige kommerzielle Mondlandungen schaffen. Der Bau der Sonde hat umgerechnet 84 Millionen Euro gekostet. Das Geld kam vor allem von privaten Spendern. SpaceIL erhält auch Unterstützung von der israelischen Raumfahrtbehörde (ISA) und Israel Aerospace Industries (IAI).

Die Raumsonde hatte ihre sieben Wochen lange Reise zu dem Erdtrabanten am 22. Februar am Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida begonnen. Sie wurde von einer Falcon-9-Rakete des Raumfahrtunternehmens SpaceX von Tesla-Chef Elon Musk in die Umlaufbahn der Erde befördert.

Die Sonde mit einem Gewicht von knapp 600 Kilogramm und 1,50 Meter Höhe sollte eine israelische Flagge auf dem Mond aufstellen und das Magnetfeld untersuchen.

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