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Israels Regierungspartei - Netanjahu wohl wieder Likud-Chef

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Lange galt er als Favorit. Israels Likud-Partei hat nun Benjamin Netanjahu erneut zu ihrem Vorsitzenden gewählt.

Menschen vor einem Netanjahu-Wahlplakat.
Menschen vor einem Netanjahu-Wahlplakat.
Quelle: Ariel Schalit/AP/dpa

Israels rechtskonservative Regierungspartei Likud hat Ministerpräsident Benjamin Netanjahu offenbar erneut zum Vorsitzenden gewählt. Netanjahu schrieb am Donnerstagabend auf Twitter von einem "großen Sieg". Damit wäre der 70-Jährige auch wieder Likud-Spitzenkandidat bei der Parlamentswahl am 2. März.

Netanjahu nahm bereits vor der Wahl die Favoritenrolle ein. Er ist jedoch wegen einer Korruptionsanklage angeschlagen. Dennoch wurde seinem einzigen Gegenkandidaten, Ex-Minister Gideon Saar, allenfalls ein Achtungserfolg zugetraut.

Die Wiederwahl des amtierenden Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu galt zwar als wahrscheinlich. Gideon Saar, wurde jedoch eine Überraschung zugetraut. Netanjahu ist wegen einer Korruptionsanklage und zweifachem Scheitern bei der Regierungsbildung angeschlagen. Aber die Likud-Mitglieder gelten als extrem loyal und haben noch nie einen amtierenden Parteivorsitzenden abgewählt.

Seit 2005 Partei-Chef

Israel befindet sich wegen einer fortwährenden Pattsituation zwischen dem rechts-religiösen und dem Mitte-Links-Lager in einer politischen Krise. Weil weder Netanjahu noch seinem Herausforderer Benny Gantz vom Mitte-Bündnis eine Regierungsbildung gelang, wird im März schon zum dritten Mal binnen eines Jahres ein neues Parlament gewählt.

Netanjahu dominiert die Likud-Partei seit Jahrzehnten. Er war von 1993 bis 1999 Parteivorsitzender, die letzten drei Jahre davon auch Regierungschef. Nach seiner Wahlniederlage 1999 trat Netanjahu als Parteichef zurück, sein Nachfolger wurde damals Ariel Scharon. 2005 schied Scharon dann aus dem Likud aus, um die Kadima-Partei zu gründen. Seitdem ist Netanjahu durchgängig Likud-Parteivorsitzender.

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