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Küstenschiff "Gregoretti" - Italien will Migranten an Land lassen

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Seit fast einer Woche warten Migranten auf der "Gregoretti", einem Schiff der Küstenwache. Nun will Italien sie an Land gehen lassen. Fünf EU-Staaten wollen sie aufnehmen.

Gerettete Flüchtlinge auf Schiff

Italien will die mehr als 100 Migranten, die seit Tagen auf einem Schiff der Küstenwache im Hafen von Augusta in Sizilien ausharrten, an Land gehen lassen. "Mission erfüllt", teilte Innenminister Matteo Salvini auf Twitter mit. Deutschland, Portugal, Frankreich, Luxemburg, Irland und Einrichtungen der katholischen Kirche in Italien hätten sich bereit erklärt, die Migranten aufzunehmen.

Eine Sprecherin der EU-Kommission bestätigte laut Nachrichtenagentur AFP die Einigung. Die fünf EU-Mitgliedstaaten hätten sich bereit erklärt, Menschen von dem Küstenwachen-Schiff "Gregoretti" aufzunehmen. EU-Kommissar ...

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Die italienische Küstenwache hatte am Donnerstag vergangener Woche im Mittelmeer gut 140 Migranten gerettet, die mit zwei Schlauchbooten in Libyen gestartet und in Seenot geraten waren. Salvini von der rechten Lega-Partei verweigerte der "Gregoretti" aber zunächst die Einfahrt in einen italienischen Hafen.

Die italienischen Behörden holten lediglich einige Migranten aus medizinischen Gründen von dem Schiff. In der Nacht zum Samstag durfte das Schiff dann doch im Hafen der sizilianischen Stadt Augusta anlegen. Salvini bekräftigte aber, die anderen Migranten erst von Bord gehen zu lassen, wenn sich die EU auf eine Umverteilung einige.

Kanzlerin Merkel und Frankreichs Präsident Macron haben sich getroffen, um ein gemeinsames europäisches Vorgehen in der Wirtschafts- und Asylpolitik zu besprechen.

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116 verbliebene Migranten dürfen Italien betreten

Nach der Ankündigung aus Brüssel versprach Salvini, die 116 noch auf der "Gregoretti" festsitzenden Migranten "in den kommenden Stunden" an Land gehen zu lassen. Die Genehmigung dafür habe er bereits erteilt, schrieb Salvini bei Facebook. Die Küstenwache sprach von 115 Migranten an Bord des Schiffes.

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Die Kommissionssprecherin äußerte sich nicht dazu, wie die Migranten auf die fünf EU-Länder verteilt werden sollen. Dem Vernehmen nach soll mehr als die Hälfte von ihnen in Italien bleiben, wo sich die Kirche um sie kümmern will.

In der EU schwelt seit Langem ein Streit über die Verteilung von Migranten, die über das Mittelmeer nach Europa fliehen. Italien verweigert Schiffen mit Migranten inzwischen die Einfahrt in seine Häfen, solange nicht geklärt ist, welche anderen Staaten die Menschen aufnehmen. Die Schiffe liegen deshalb oft tage- oder wochenlang vor der Küste.

"Solidarischer Mechanismus" für Verteilung

Nach einem Treffen in Paris am Montag vergangener Woche hatte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron erklärt, dass 14 EU-Staaten der Umverteilung von Migranten auf Basis eines "solidarischen Mechanismus" zugestimmt hätten. Salvini, der an dem Pariser Treffen nicht teilgenommen hatte, reagierte erbost auf die Erklärung. "Italien nimmt keine Befehle entgegen", erklärte er. Macron hatte betont, die Migranten müssten weiterhin in Italien an Land gehen.

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