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Jamaika oder Rot-Rot-Grün? - Sondierungsfahrplan in Bremen

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CDU und SPD verlieren in Bremen keine Zeit. Schon in dieser Woche werden die Parteien ihre Chancen für Regierungsbündnisse ausloten.

Maike Schaefer beim Interview.
Maike Schaefer beim Interview.
Quelle: Carmen Jaspersen/dpa

Einen Tag nach der Wahl steht in Bremen der erste Fahrplan für Sondierungsgespräche. Die CDU strebt ein Jamaika-Bündnis an und trifft sich am Mittwoch zuerst mit den Grünen, wie Spitzenkandidatin Maike Schaefer bestätigte. Am Freitag folgen Gespräche mit der FDP.

Die SPD, die ein rot-rot-grünes Bündnis anvisiert, kündigte ebenfalls Gespräche mit den Grünen an, die Donnerstag stattfinden sollen. Mit den Linken sei ein Gespräch am Freitag geplant, sagte SPD-Chefin Sascha Karolin Aulepp. Die Sozialdemokraten waren am Sonntag mit einer herben Schlappe als Wahlverlierer aus der Bürgerschaftswahl hervorgegangen und erstmals seit 1946 auf Platz zwei hinter der CDU gelandet.

Grünen-Chefin Schaefer: Noch keine Tendenzen

Grünen-Fraktionschefin und Spitzenkandidatin Maike Schaefer bestätigte die Termine nach einer Sitzung des Grünen-Landesvorstandes. Es seien Sondierungsgespräche mit allen Parteien außer der AfD beschlossen worden. Bei der Sitzung habe es noch keine Tendenz gegeben, berichtete sie.

Auch aus der Bundespolitik gebe es keine Vorgaben. "Die Berliner Empfehlung war: Macht das, wo am meisten Grün drin ist!", sagte sie. Bislang hat in Bremen Rot-Grün regiert.

Meyer-Heder: Ähnliche Ideen bei CDU und Grünen

Der CDU-Landesvorstand tagte ebenfalls und benannte ein Team um den Spitzenkandidaten Carsten Meyer-Heder für die Sondierungsgespräche. Die Union ist erstmals in Bremen stärkste Kraft. In der Verkehrs- und Umweltpolitik hätten CDU und Grüne ähnliche Ideen, sagte Meyer-Heder.

Eine Koalition mit der CDU hatte die SPD vor der Wahl ausgeschlossen. Bei den Grünen gibt es programmatische Vorbehalte sowohl gegen FDP als auch gegen die Linke.

Nach der am Montagnachmittag veröffentlichten letzten Hochrechnung des Landeswahlleiters kam die CDU auf 26,2 Prozent und die SPD auf 25,1 Prozent. Die Grünen erreichten 17,6 und die Linken 11,1 Prozent. Die FDP kam auf 5,9 und die AfD auf 6,4 Prozent. Wegen des komplexen Bremer Wahlrechts liegt das vorläufige amtliche Endergebnis erst am Mittwoch vor.

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