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"Hayabusa2" landet wieder auf Asteroid

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Japanische Raumsonde - "Hayabusa2" landet wieder auf Asteroid

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Auf der Suche nach den Ursprüngen des Universums ist die "Hayabusa2" nochmal auf dem Asteroiden Ryugu gelandet. Diesmal soll sie Proben aus dem Inneren des Himmelskörpers sammeln.

Die Raumsonde "Hayabusa 2" ist erneut auf dem Asteroiden Ryugu gelandet.
Die Raumsonde "Hayabusa 2" ist erneut auf dem Asteroiden Ryugu gelandet.
Quelle: AP

Rund 250 Millionen Kilometer von der Erde entfernt ist die japanische Raumsonde "Hayabusa2" zum zweiten Mal auf dem Asteroiden Ryugu gelandet. Dort soll sie erstmals Proben unter der Oberfläche eines solchen Himmelskörpers einsammeln. Die japanische Weltraumbehörde Jaxa vermeldete jetzt die geglückte Landung und geht von einem Erfolg der Mission aus. "Die Landung war ein riesiger Erfolg", sagte Takashi Kubota vom Jaxa-Institut für Raumfahrtwissenschaften. Noch nie zuvor hat eine Sonde Material eines Asteroiden eingesammelt, das nicht der Sonnen- oder kosmischen Strahlung ausgesetzt ist.

Archiv: Die Raumsonde "Hayabusa 2" ist  auf dem Asteroiden Ryugu gelandet, aufgenommen am 22.02.2019
Die Raumsonde "Hayabusa 2" landete erstmals auf dem Asteroiden Ryugu.
Quelle: AP

Sonde schießt auf Asteroid

Archiv: Ein Modell der Raumsonde "Hayabusa 2", aufgenommen am 28.11.2018
Ein Modell der Raumsonde "Hayabusa 2"
Quelle: imago

Die Forscher wollen mit der "Hayabusa2"-Mission den Ursprüngen des Sonnensystems auf die Spur kommen. Die Raumsonde war erstmals im Februar auf Ryugu gelandet und hatte dabei Proben zunächst von der Oberfläche gesammelt. Danach war sie wieder aufgestiegen. Zwei Monate später hatte die Sonde Ryugu dann mit einer Art Projektil beschossen und dabei einen Krater gebildet. So sollte das Material aus dem Untergrund des Himmelskörpers zum Vorschein kommen, das bis jetzt keinerlei kosmischer oder Sonnenstrahlung ausgesetzt war. Nach der zweiten Landung soll die Sonde dieses Material jetzt einsammeln.

Die Forscher vermuten, dass darin Spuren aus der Zeit enthalten sind, als das Sonnensystem vor rund 4,6 Milliarden Jahren entstand. Es könnte organisches Material sowie Wasser enthalten, so die Jaxa. Es besteht die Möglichkeit, dass solche Asteroiden einst mit Einschlägen auf der Erde auch Wasser zu unserem Planeten brachten.

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Auch DLR an "Hayabusa2" beteiligt

Ein Vorgänger-Modell der "Hayabusa2" hatte bereits 2010 weltweit erstmals Bodenproben eines Asteroiden zur Erde gebracht. "Hayabusa2" startete im Dezember 2014 in Japan und erreichte nach fast vier Jahren im All im vergangenen Juni ihr Ziel. Ein vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und der französischen Raumfahrtagentur CNES gemeinsam entwickeltes Landegerät namens "Mascot" war im vergangenen Oktober auf Ryugu gelandet und hatte diesen Stunden lang erkundet - bis seine Batterie ausging.

Die Mission der "Hayabusa2" soll Ende kommenden Jahres enden. Dann soll sie zur Erde zurückkehren.

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